Genau das Richtige: Aussteller Dirk Fricke (l.) hat für Horst Stufenski aus Hüllhorst die gesuchten Blechspielzeuge. - © Paul Struthmann
Genau das Richtige: Aussteller Dirk Fricke (l.) hat für Horst Stufenski aus Hüllhorst die gesuchten Blechspielzeuge. | © Paul Struthmann

Herford Leidenschaft für kleine Modelle

Güterbahnhof: Mehr als 1.000 Besucher und 36 Aussteller auf der Messe. Ein Traum für große und kleine Modellbauer

Paul Struthmann

Herford. Die großen Loks rauschen vor der Tür über die Gleise des Bahnhofs. Ihre kleinen Ableger und das ganze Drumherum fanden sich am Sonntag bei der Modellbaumesse im Herforder Güterbahnhof. 36 Aussteller zeigten Miniaturbahnen, Spielzeug und Zubehör. Einer der Aussteller: Rainer Untermühlen aus Lüneburg. Er bot auf seinem Stand mehr als 4.500 Modellautos an. "Ich verkaufe hier nur Autos, die ich mehrfach habe, oder Fahrzeuge, die mir nicht mehr gefallen." Der begeisterte Sammler zeigte nur einen Teil seiner Schätzchen. "Ich habe zu Hause noch ungefähr 6.000 weitere Modellbauautos stehen." Begonnen hatte er bereits mit sechs Jahren. Nun ist er 47 Jahre alt und seine Leidenschaft für Modellautos ist noch genauso groß wie früher. Unter anderem besitzt er Miniaturautos im Maßstab 1:78 in limitierter Auflage, unter anderem einige alte Feuerwehrwagen. Untermühlen: "Die können heute schon mal bis zu 300 Euro kosten." Organisator war der Ochtruper Willi Brüdenbach. Er war selbst mit einem Stand auf der Messe vertreten. "Wir können hier Spielzeug von 1890 bis heute finden", erzählt er. "Manche Sammler verkaufen Spielzeug aus den Nachkriegsjahren, andere die neueste Technik im Bereich Modellbeleuchtung. Ich selbst verkaufe vor allem Spielzeug aus den Jahren 1950 bis 1970, zum Beispiel Blech- und Metallautos von Dinki Toys, Corgi Toys oder auch Matchbox." Genau solche Sammlerstücke suchte der Hüllhorster Udo Studenski. Bei Dirk Fricke aus Hagen wurde er fündig. "Ich sammle diese Autos jetzt schon ungefähr ein Jahr lang, aber so oft findet man die ja nicht, darum war ich froh, hier welche entdeckt zu haben", sagt Studenski. Jürgen Vollmer aus Bochum präsentierte seinen Kunden hingegen das Neueste auf dem Gebiet der Elektrotechnik für die Modelleisenbahn. Er verkaufte LED-Ware mit denen beispielsweise die einzelnen Fenster von Modellbauhäuschen erhellt werden können. Aber auch mit pickenden Hühnern, wippenden Kindern, schweißenden Handwerkern, blinkenden Autos, brennenden Häusern und sprudelnden Brunnen kann er dienen. Ein Traum für große und kleine Modellbaufans.

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