Studie zur Behandlung von Prostatakrebs

Erstmals: Wissenschaftler wollen herausfinden, welches die beste Behandlungsmöglichkeit ist

Symbolbild - © dpa
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Kreis Herford. Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich mehr als 67.000 Personen daran. Allein in Westfalen-Lippe gab es 2013 laut Krebsregister NRW 6.000 neue Fälle.

Für eine umfassende Studie, der größten weltweit, werden jetzt Männer mit lokal begrenztem Prostatakarzinom gesucht, einer Frühform von Prostatakrebs. Ein Großteil der Betroffenen hat solch einen lokal begrenzten Tumor.

Die „Prefere"-Studie, die von einem breiten Bündnis initiiert ist, will erstmals untersuchen, welche der vier möglichen Behandlungsmethoden am meisten nützt oder schadet. Dabei werden auch Nebenwirkungen und Komplikationen bei der Behandlung berücksichtigt.

Die Studie wird von einem breiten Bündnis getragen: Die Deutsche Krebshilfe, die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Berufsverband Deutscher Urologen sowie die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Bundesverband Prostataselbsthilfe arbeiten bei Prefere zusammen.

„Das Ziel der Studie ist es, mit größtmöglicher Zuverlässigkeit Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der vier derzeit angewendeten Behandlungsformen zu gewinnen", sagt AOK-Niederlassungsleiter Axel Peitsmeier.

Zur Teilnahme aufgerufen sind auch Männer aus dem Kreis Herford zwischen 18 und 75 Jahren, bei denen ein lokal begrenztes Prostatakarzinom in einer Erstdiagnose festgestellt wurde. Voraussetzung ist außerdem, dass noch keine Behandlung des Prostatakrebses stattgefunden hat. Erster Ansprechpartner ist der behandelnde Urologe.

„Prefere" steht für „Präferenzbasierte randomisierte Studie zur Evaluation von vier Behandlungsmodalitäten bei Prostatakarzinom mit niedrigem und ’Frühem intermediären’ Risiko". Weitere Infos zur Teilnahme im Internet auf der Seite www.prefere.de.

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