Diese Tasse mit Hitler-Porträt wurde versehentlich gedruckt und geriet in den Verkauf. - © FOTO: JENS MÖLLER
Diese Tasse mit Hitler-Porträt wurde versehentlich gedruckt und geriet in den Verkauf. | © FOTO: JENS MÖLLER

Bielefeld/Herford Hitler-Tasse soll ins Haus der Geschichte

Museum in Bonn fragt an / Staatsschutz prüft

Bielefeld/Herford. Die Tassen mit dem Konterfei von Adolf Hitler, die nach einer Produktionspanne in China in einer NRW-Möbelhauskette verkauft wurden,  haben das Interesse von Historikern geweckt. Das Haus der Geschichte in Bonn hat "großes Interesse an der Übernahme einer der sogenannten Hitler-Tassen". Der Fall zeige, so ein Museumssprecher, welche Verwicklungen es in einer globalisierten Wirtschaft gebe.

Eine Porzellan-Lieferung aus China sei nicht richtig kontrolliert worden, hatte das Möbelhaus erklärt. Die Briefmarke mit dem Hitler-Konterfei aus der Nazi-Zeit sei von einem chinesischen Designer verwendet ohne, ohne dass dieser gewusst, wer darauf zu sehen ist. An den Standorten in Bielefeld, Unna und Delmenhorst waren insgesamt 175 Tassen verkauft worden, bis der Fehldruck auffiel. 4.825 Exemplare wurden vernichtet.

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Auf den Tassen ist auch ein kleines Hakenkreuz zu sehen. Der Staatsschutz in Bielefeld prüft deshalb, ob womöglich sogar eine Straftat vorliegt, sagte Staatsanwalt Christoph Mackel. Es geht um das Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen. Mackel kann sich allerdings kaum Vorsatz bei dem Möbelhaus vorstellen. "Dann müssten wir wohl eher in China gucken", erklärte er.

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