Der 50-Jährige aus Lemgo hatte gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt. - © picture-alliance/ dpa
Der 50-Jährige aus Lemgo hatte gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt. | © picture-alliance/ dpa

Lemgo Geldstrafe für Lemgoer Ex-Politiker wegen Kinderpornografie

Urteil nach abgewiesenem Einspruch nun rechtskräftig

Björn Vahle

Lemgo. Das Urteil des Landgerichts Detmold gegen einen 50-jährigen Ex-Bundestagskandidaten aus Lemgo wegen Verbreitung und Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften ist rechtskräftig. Der Verurteilte muss 15.000 Euro Geldstrafe zahlen. Damit stehe juristisch fest, dass er am 28. Dezember 2016 im Internet eine aus drei Bildern bestehende Datei mit kinderpornografischem Inhalt in einem Chat namens „wichsraum" hochgeladen und damit sämtlichen Chatteilnehmern zur Verfügung gestellt hat, teilte das Landgericht mit. Aufgrund eines entsprechenden Hinweises eines amerikanischen Internet-Anbieters war der Verurteilte in das Visier der Ermittlungsbehörden geraten. Am 1. März 2017 hatten Beamte des Polizeipräsidiums Bielefeld sowohl den Arbeitsplatz des Mannes bei einer Behörde in Herford als auch seine Wohnung durchsucht. Bei der Durchsuchung der Wohnräume wuden auf seinen privaten Rechnern und Speichermedien über 250 überwiegend jugendpornografische Bilddateien gefunden. Es befanden sich aber auch 21 Dateien mit pornographischen Abbildungen von Kindern unter den Bildern. Der Verurteilte hatte gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt. Das Amtsgericht Lemgo hatte daraufhin im schriftlichen Verfahren die Tagesatzhöhe auf 90 Euro ermäßigt. Gegen diesen Beschluss hatte die Staatsanwaltschaft Detmold Beschwerde eingereicht, der Tagessatz (für 150 Tage) liegt nun wieder bei 100 Euro.

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