Das Bergertor-Wehr steht seit einiger Zeit in der Diskussion. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Das Bergertor-Wehr steht seit einiger Zeit in der Diskussion. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Bergertor-Wehr: Werre-Absenkung erneut auf dem Prüfstand

Ein weiteres Gutachten ist notwendig für ein 2019/2020 anstehendes Wasserrechtsverfahren

Peter Steinert

Herford. Die Werre absenken? Der Pegel schwankt weiter zwischen Pro und Contra. Exakte Aussagen sind laut Beigeordnetem Peter Böhm derzeit nicht möglich. Zuvor soll ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben werden. Das ist das Resultat eines Treffens von zwei Beratungsbüros am Montag in Herford. Beteiligt waren CDM Smith Consult GmbH (Berlin), die für die Stadt Herford ein hydrologisches Gutachten zum Umbau des Bergertor-Wehres erstellt hatten. Angetreten war auch CAH Geo Infometric (Hildesheim). Diese Experten hatten für die Stadtwerke eine Stellungnahme erarbeitet, die Zweifel am städtischen Gutachten aufkommen ließen. CDM Smith Consult klammerte in ihrer Auswertung ein Wassergewinnungsgebiet an der Brunnenstraße aus, obwohl sich die Werre in unmittelbarer Nähe befindet. Hat die Werre-Absenkung negativen Einfluss auf die Wassergewinnung? Zuletzt war gerätselt worden, warum die Stadtwerke diese Stellungnahme erst kurz vor einer geplanten Sondersitzung des Bau- und Umweltausschusses in der vorvergangenen Woche bekannt machten. Die Sitzung hatte daraufhin kurzfristig abgesetzt werden müssen. Wie sich bei dem Treffen herausstellte, sollte CAH Geo Infometric für die Stadtwerke unabhängig von den Umbauplänen des Bergertor-Wehres eine Ausarbeitung zu einem Wasserrechtsverfahren erstellen, das in den Jahren 2019/2020 eingeleitet wird. Böhm: „Jetzt müssen wir prüfen, ob eine Absenkung der Werre negativen Einfluss auf das Wassergewinnungsgebiet aus Sicht von CAH Geo Infometric hat." Im nächsten Schritt gehe es nun darum, wie hoch die Kosten des erneuten Gutachtens sind und wer die Kosten dafür übernimmt. Unabhängig davon werde sich der nächste Bau- und Umweltausschuss nach der Sommerpause erneut mit dem Thema beschäftigen. Und das unabhängig davon, ob bis dahin das neue Gutachten vorliegt, so Peter Böhm.

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