Wehr am Bergertor: Über Risiken und Chancen eines Umbaus berät der Bau- und Umweltausschuss am 29. Mai. - © Peter Steinert
Wehr am Bergertor: Über Risiken und Chancen eines Umbaus berät der Bau- und Umweltausschuss am 29. Mai. | © Peter Steinert

Herford Bergertor: Politiker lehnen Bürgerantrag zur Hochwassersicherheit ab

Bau- und Umweltausschuss: Das Gremium ergänzt seinen ablehnenden Beschluss aber um den Zusatz, dem Bürgeranliegen im weiteren Verfahren auf jeden Fall nachzukommen

Corina Lass

Herford. Der Bau- und Umweltausschuss hat am Mittwchabend den Bürgerantrag auf Überprüfung der Hochwassersicherheit der Umbauvarianten für das Bergertor-Wehr abgelehnt. Der Antrag zielte darauf, das Ludwig-Franzius-Institut mit der Prüfung zu beauftragen. Nach Auskunft von Stadtplanerin Maike Wöhler könnte das Institut zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Lage sowieso nur überschlägig bewerten. Deshalb sei es der falsche Zeitpunkt für den Antrag. Weitere Gutachten seien im Planfeststellungsverfahren eine Selbstverständlichkeit, wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass sie nötig seien, ergänzte Herbert Even (Grüne). Auf Vorschlag von Ausschussvorsitzendem Werner Seeger wurde der ablehnende Beschluss um den Zusatz ergänzt, dass dem Bürgeranliegen auf jeden Fall im weiteren Verfahren nachgegangen wird. Jetzt müsse aber erst einmal entschieden werden, ob eine Autobahn oder eine Landstraße geplant werden soll. So drückte es Baudezernent Peter Maria Böhm aus. Sondersitzung zum Bergertor-Wehr Die Grundlage für diese Entscheidung soll die Sondersitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 29. Mai, ab 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses bieten. Das Gremium tagt dann allein zu dem Thema "Umbau des Bergertor-Wehrs". Auch die Bürger kommen dann zu Wort. Morgen oder übermorgen, spätestens am Wochenende, seien die Unterlagen für diese Sitzung im Ratsinformationssystem hinterlegt, sagte Böhm. Sie sind dann auch öffentlich einsehbar. Lothar Wienböker (Bürger für Herford) wollte den Antrag gestern nicht ablehnen, er meldete Beratungsbedarf an. Üblicherweise folgt das Gremium solchen Anträgen. Es sei das erste Mal, dass es mit dieser Gepflogenheit breche, merkte Wienböker an.

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