Besonders beliebt waren die Stände mit afrikanischen Gerichten, aber auch der vegane Stand. - © Isabelle Helmke
Besonders beliebt waren die Stände mit afrikanischen Gerichten, aber auch der vegane Stand. | © Isabelle Helmke

Herford Zufrieden mit dem Streetfoodmarkt auf dem Gänsemarkt

Viele Anbieter haben bereits angekündigt, wieder kommen zu wollen

Corina Lass

Herford. Zufrieden mit dem Streetfoodmarkt, wie er an den beiden Wochenendtagen auf dem Gänsemarkt gelaufen ist, zeigte sich gestern die ISG (Immobilien- und Standortgemeinschaft). Auch wenn am Sonntag weniger los gewesen sei, so ISG-Vorsitzender Hans Koch, hätten doch alle ihre Kosten reingeholt. Er habe extra bis Sonntagabend gewartet, bevor er die Teilnehmer nach ihrer Einschätzung gefragt habe, sagt Koch. Die meisten seien zufrieden gewesen und hätten geäußert, wiederkommen zu wollen. Nicht zufrieden war, wer vom Wochenmarkt kam und mit mindestens dem gleichen Umsatz gerechnet hatte. Ansonsten galt laut Koch aber: „Wer an seinem Stand präsent war, hat sein Geschäft gemacht. Wer die ganze Zeit mit dem Handy gespielt hat, eben nicht. Die brauchen wir zukünftig aber auch nicht mehr." Termin lag ungünstig Der Termin für den Streetfoodmarkt war ungünstig, das hätten sie gewusst, räumt Koch ein. Denn davor lag der Feiertag mit dem Brückentag, am Sonntag war Muttertag. „Und dann hat uns noch das Gewitter den Sonntagabend verhagelt." Wegen des folgenden Hoekerfestes und der anstehenden WM hätten aber keinen anderen Termin für die Veranstaltung wählen können. „Das musste an diesem Wochenende sein." Die Bitte, die Veranstaltung über zwei Tage laufen zu lassen, sei von den Beschickern gekommen. Dem seien sie nachgekommen, weil die guten Leute sonst nicht gekommen wären. Da die meisten Anbieter wieder kommen wollten, sind zwei Tage nach Kochs Meinung auch gut gewählt. Zufrieden seien auch alle mit der Vielfalt der Stände gewesen. Vieles beim nächsten Mal besser machen Dennoch gebe es Optimierungsmöglichkeiten: Ein Stand sei eher ein Kirmesstand als ein Stand für einen Streetfoodmarkt gewesen, die ansonsten eher nostalgischen Charakter haben. Die Betreiberin sei gebeten worden, das fürs nächste Mal zu ändern. Ein anderer Anbieter hat vom Boot aus verkauft. Für Besucher sei es schwer gewesen zu sehen, was er eigentlich verkaufen wollte. Fotos und eine Auslage sollen beim nächsten Mal darauf hinweisen. Der Betreiber sei aber auch ein Anfänger in dem Metier und lerne noch aus der Erfahrung, sagte Koch. Besonders gut gelaufen sind offenbar die Trucks und Stände mit afrikanischen Gerichten, aber auch der vegane Stand war sehr zufrieden. Was nicht heißt, dass gängige Angebote wie Crêpes und Döner out sind. Viele hätten Angst zu experimentieren, fingen mit bekanntem Essen an – und wagten sich dann an die eher ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen.

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