Typisch: Kormorane müssen nach einem Tauchgang ihr Gefieder trocknen, weil sie die Federn - anders als die meisten Wasservögel - nicht einfetten. Dieses Tier steht auf dem Ast eines Baumes am Bergertorwall. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Typisch: Kormorane müssen nach einem Tauchgang ihr Gefieder trocknen, weil sie die Federn - anders als die meisten Wasservögel - nicht einfetten. Dieses Tier steht auf dem Ast eines Baumes am Bergertorwall. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Kormorane trocknen sich am Werreufer

Bald ziehen die Vögel weiter in ihre südlicheren Brutgebiete

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Mit weit aufgespannten Flügeln stehen sie auf den höchsten Ästen und trocknen ihr Gefieder in der Sonne. Vier bis fünf Kormorane sind an der Werre zwischen Bergertor und Lübbertor immer mal wieder zu beobachten, bis sie in ihre südlicheren Brutgebiete ziehen. "Das ist eine schöne Entwicklung der letzten zehn Jahre", sagt der Vogelkundler Eckhard Möller. Mancher Angler wird die Konkurrenten skeptischer beurteilen. "Viele Kormorane haben ihre Scheu vor Menschen verloren, seit sie nicht mehr bejagt werden dürfen", sagt Möller. In Nordrhein-Westfalen stehen die gänsegroßen Vögel komplett unter Schutz. "Ihre Zahl nimmt aber nicht endlos zu", meint Eckhard Möller. "Sie haben natürliche Feinde wie Waschbären oder Seeadler - zum Beispiel am Steinhuder Meer." Im Bezug auf ihre Beute sind Kormorane nicht wählerisch. Sie nehmen alle Fische, die sie kriegen können.

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