Für die Umwelt: Frank Zill (r.) geht mit gutem Beispiel voran, loben Anna-Lena Mügge und Landrat Jürgen Müller. - © Lena Henning
Für die Umwelt: Frank Zill (r.) geht mit gutem Beispiel voran, loben Anna-Lena Mügge und Landrat Jürgen Müller. | © Lena Henning

Kreis Herford Wie auch Lastwagen zum Klimaschutz beitragen können

Kreis der guten Beispiele: Landrat Jürgen Müller zeichnet die Westfalen-Lippe Speditionsgesellschaft für ihr Engagement aus. Weitere Vorbilder für den aktiven Klimaschutz werden gesucht

Lena Henning

Kreis Herford. Eine Spedition, deren Hauptgeschäft darin besteht, Lkw durchs ganze Land zu schicken, produziert zunächst einmal viel klimaschädliches CO2. Doch auch so ein Unternehmen kann sich für den Klimaschutz einsetzen. Die Westfalen-Lippe Speditionsgesellschaft ist für ihre Umweltschutzmaßnahmen jetzt von Landrat Jürgen Müller in den "Kreis der guten Beispiele" aufgenommen worden. Schon vor vielen Jahren habe die Westfalen-Lippe Spedition beschlossen, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen, lobt der Landrat. Unter anderem beteiligt sich das Unternehmen am Projekt Ökoprofit. Schon vor einigen Jahren sei zunächst das alte Bürogebäude saniert worden. "Mit allem was dazu gehört: Wärmedämmung, neue Heizung, LEDs", sagt Geschäftsführer Frank Zill. 50 Bäume gepflanzt Als erste größere Klimaschutzoffensive hat das Unternehmen dann mehr als 50 Bäume am Firmenstandort an der Goebenstraße gepflanzt. Die Bäume säumen das Firmengelände und leisten so ihren Beitrag zur CO2-Reduzierung. Im vergangenen Jahr folgte die zweite Offensive: Die Spedition schaffte zwei E-Autos an. Die Mitarbeiter müssen oft Botengänge nach Bielefeld oder innerhalb Herfords machen. "Auf diesen Strecken funktioniert das mit E-Autos wirklich gut", sagt Zill. Betankt werden sie mit Ökostrom. Im September hat das Unternehmen zwei sogenannte Lang-Lkw übernommen - auch als Gigaliner bekannt. Die Lkw mit Anhänger sind mehr als 25 Meter lang und dürfen seit kurzem auch in NRW fahren. Wie umweltfreundlich sie wirklich sind, ist umstritten. Zill erläutert: "Wenn zwei Lang-Lkw eingesetzt werden, spart das einen dritten normalen Lkw." Zwar verbrauche der einzelne Lang-Lkw mehr Kraftstoff. Doch insgesamt könne so etwa 18 Prozent Diesel-Kraftstoff gespart werden. Das wiederum entspreche einer CO2-Ersparnis von 56 Tonnen. "Schön, wenn man Klimaschutz und Sparen verbindet" Natürlich spart das Unternehmen dadurch auch Geld - und das stehe für Unternehmer oft an erster Stelle. "Aber wenn sich Geldsparen und Klimaschutz miteinander verbinden lassen, ist das umso schöner", sagt Zill. Das Speditionsunternehmen ist inzwischen der sechste Preisträger der Kampagne des Kreises Herford. Die wiederum ist Teil des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes. Das Ziel: Bis 2030 die CO2-Emissionen um 30 Prozent senken. Dazu bedarf es vieler verschiedener kleiner Beiträge, weshalb der Kreis regelmäßig Vorbilder für den Klimaschutz würdigt. "Wir hoffen, dass wir so viele Nachahmer finden", sagt Müller.

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