Viel befahren: Die Salzufler Straße im Bereich der Gesamtschule. Künftig soll (nicht nur) hier Tempo 30 gelten. - © Peter Steinert
Viel befahren: Die Salzufler Straße im Bereich der Gesamtschule. Künftig soll (nicht nur) hier Tempo 30 gelten. | © Peter Steinert

Herford Tempo 30 soll an Schulen ausgeweitet werden

Verkehrsausschuss: Verwaltung bezieht sich auf Vorgabe der Straßenverkehrsordnung

Peter Steinert

Herford. Eine Änderung in der Straßenverkehrsordnung (StVO) macht es möglich, dass künftig innerhalb geschlossener Ortschaften im unmittelbaren Nahbereich von Schulen oder Kindergärten ein Tempolimit von 30 km/h eingeführt werden kann. Auch auf Durchgangsstraßen wie der Engerstraße oder der Salzufler Straße. Auf der Engerstraße folgte die städtische Politik bereits einem Wunsch der Bürger vom 12. Dezember des vergangenen Jahres. Derzeit wartet die Stadt auf die Umsetzung in Form neuer Beschilderung in Höhe der Grundschule Herringhausen durch den Landesbetrieb Straßen NRW. Jetzt könnten weitere Abschnitte folgen. So sieht eine Vorlage für den Verkehrsausschuss am morgigen Mittwoch vor, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit nach der geänderten Rechtslage zudem an der Diebrocker Straße (für die Grundschule Radewig), der Salzufler Straße (vor der Gesamtschule) sowie der Straße Zum Pulverturm (für die Grundschule Wilhelm Oberhaus und die Albert- Schweitzer-Schule) auf 30 km/h begrenzt werden soll. Vor den meisten Schulen gilt schon Tempo 30 Vor den meisten Schulen gilt bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung entweder durch deren Lage innerhalb einer Tempo-30-Zone, an einer Fahrradstraße oder durch eine vorhandene abschnittsweise Anordnung von 30 km/h an der angrenzenden Straße. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h gebe es an der Elverdisser Straße für die Grundschule Altensenne, da dieser Bereich laut Beigeordnetem Peter Böhm außerhalb der geschlossenen Ortschaft liege und daher die geänderte Rechtslage nicht gelte. Tempo 30 komme ebenfalls nicht auf der Mindener Straße für die gleichnamige Schule in Frage, da diese Fahrbahn vierspurig ausgebaut sei. Böhm: „Die Akzeptanz einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h wird bei dieser Breite der Fahrbahn schwerlich erreicht werden können." Daher werde gemeinsam mit der Schulleitung und der Schulkonferenz nach einer Lösung gesucht. Es könnte eine vorübergehende Lösung werden, da die Stadt die Mindener Straße in ein bis zwei Jahren ohnehin erneuern und dafür überplanen wird.

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