Gegenwind: SPD-Ratsherr Udo Freyberg. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Gegenwind: SPD-Ratsherr Udo Freyberg. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Antrag auf Umbesetzung der Gremien scheitert an SPD-Ratsmitglied

Unruhe im sozialdemokratischen Lager

Peter Steinert

Herford. Posten und Personen standen zuletzt bei der Bundes-SPD im Vordergrund. Warum sollte sich die SPD-Ratsfraktion in Herford anders verhalten. Sie beantragte in der jüngsten Ratssitzung eine Gremienumbesetzung. Die wurde in Reihen der CDU mit Erstaunen und bei Herbert Even von den Grünen mit einem Hinweis aufgenommen. "Das ist möglich, wenn das Gremienmitglied damit einverstanden ist", mahnte Even. Die Mahnung verhallte, die SPD blieb bei ihrem Antrag und scheiterte, weil das betroffene Ratsmitglied, Udo Freyberg, die Verantwortung nicht abgeben und stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses sowie Aufsichtsratsmitglied bei den städtischen Töchtern, der Herforder Versorgungs- und Verkehrs-Beteiligungs-GmbH (HVV) und der Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH (SEH), bleiben wollte. Das hätte, so war zu erfahren, Freyberg seinen Parteikollegen schon vorher und mehrfach zu verstehen gegeben. Die aber sollen auf eine parteiinterne Vereinbarung beharrt haben, wonach diese Gremien durch Mitglieder des Fraktionsvorstands besetzt werden sollten. Weil Udo Freyberg seit vergangenem Jahr nicht mehr zur Fraktionsspitze zählt, sollte für ihn die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Petra Basler nachrücken. Daraus wird nichts. Die CDU enthielt sich der Stimme und bei der SPD hoben mit Udo Freyberg und Horst-Walter Laege zwei SPD-Ratsherren den Arm zum "Nein". Mit "Ja" votierten die restlichen Sozialdemokraten - auch Martin Wolf. Der war zuletzt häufiger mit einem Abstimmungsverhalten aufgefallen, dass nicht im Konsens mit den übrigen SPD-Ratsvertretern stand. Fraktionsvorsitzender Horst Heining dürfte nun vor zwei Baustellen in seinem Lager stehen.

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