Legen eine Schüppe zu: Die Arbeiten in der Herforder Markthalle sind in vollem Gang. Läuft alles nach Plan, verwandelt sich das historische Gemäuer bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres in einen „Ort für Genießer“. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Legen eine Schüppe zu: Die Arbeiten in der Herforder Markthalle sind in vollem Gang. Läuft alles nach Plan, verwandelt sich das historische Gemäuer bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres in einen „Ort für Genießer“. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford So laufen die Arbeiten an der Herforder Markthalle

Bei Pro Herford gehen die Bewerbungen für den Marktmanager-Posten ein. Mit potenziellen Beschickern werden Gespräche geführt

Eike J. Horstmann

Herford. Momentan gehört noch eine Menge Fantasie dazu, es sich gedanklich in der Markthalle an einem Tisch bei frisch zubereiteten Köstlichkeiten, einem Schoppen Wein oder einem Glas Pils gemütlich zu machen. Die kahlen Wände sind alles andere als einladend, und statt Kellnern mit Tabletts eilen Bauarbeiter mit Schubkarren durch die Gegend. Damit im Frühjahr des kommenden Jahres auch ganz ohne Vorstellungskraft aus dem historischen Gemäuer ein „Ort des Genießens" und ein „Dreh- und Angelpunkt im Herzen Herfords" wird, sind auch fernab der Baustelle die Arbeiten in vollem Gang. Über die aktuellen Fortschritte bei der Sanierung der Markthalle wird der Rat der Stadt in seiner kommenden Sitzung am Freitag, 23. Februar, mit einem Zwischenbericht informiert. So werden die Ratsmitglieder unter anderem darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Grundsanierung wie geplant am 15. Januar mit den Rohbauarbeiten begonnen wurde und dass sich die Angebote für die Gewerke Sanitär und Lüftung „erfreulicherweise innerhalb des kalkulierten Budgetrahmens" bewegen. Für den Gerüstbau liegen fünf Angebote vor, die allerdings noch geprüft werden. Was für Leistungen bei den elektrischen Installationen der „neuen alten Markthalle" benötigt werden, ist in einem Leistungsverzeichnis veröffentlicht worden. 40 Bewerbungen für die Stelle des Marktmanagers Bereits abgeschlossen ist das Bewerbungsverfahren für die Stelle des Marktmanagers. Hier sei eine „hohe Resonanz auf die Ausschreibung" verzeichnet worden, es seien mehr als 40 Bewerbungen eingegangen. Die Vorstellungsgespräche seien inzwischen geführt worden, die Entscheidungsfindung befinde sich „in der finalen Phase". In vollem Schwung ist hingegen noch das „Interessenbekundungsverfahren" für die potenziellen Marktbeschicker. Auch hier können sich die Verantwortlichen nach eigenen Auskünften über einige Rückmeldungen freuen. „Das Verfahren läuft und es ist ein großes Interesse vorhanden", sagt der Geschäftsführer von Pro Herford, Frank Hölscher. „Das führt dazu, dass wir momentan viele Gespräche mit potenziellen Beschickern führen." Details zu den Gesprächen oder gar Namen von Anbietern könne er mit Blick auf das noch bis zum 10. März laufende Bewerbungsverfahren nicht nennen. Wichtige Kriterien für einen Zuschlag seien unter anderem Kreativität, Regionalität sowie besondere Produkte und Sortenvielfalt. Das letzte Wort über die Vergabe wird dann voraussichtlich bis April oder Mai eine Jury sprechen. Drei Bereiche für die Beschicker vorgesehen An welchen Ständen die Beschicker dann im kommenden Jahr ihre Waren anbieten können, liegt in der Hand von Achim Pfeiffer vom Essener Architekturbüro Böll, das dem Rat in einer Präsentation das „Gestaltungskonzept" für die Stände in der Markthalle vorstellen wird. Vorgesehen sind drei Bereiche: Einer für den „regulären" Wochenmarkt mit reinem Warenangebot (Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 7 bis 14 Uhr), ein Bereich für Wochenmarktstände mit Öffnungszeiten bis 19 Uhr und letztlich einen Bereich für den „Standbetrieb mit Direktverzehrangeboten" von Gastronomen oder Manufakturen (siehe Grafik). Die 1883 errichtete Markthalle wird im Zuge einer 2015 getroffenen Förderzusage im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus" von Grund auf saniert und auch neu konzeptioniert. Investiert werden 4,8 Millionen Euro, 3,2 Millionen davon stammen aus dem Fördertopf des Bundes. Laut Pro Herford soll die Halle als „Top Adresse für Produkte von qualitätsbewussten regionalen Anbietern" in Herford und Umgebung etabliert werden.

realisiert durch evolver group