Schnelligkeit ist keine Hexerei: Das Glasfaserkabel macht es möglich. Hier halten es Karl-Heinz Rempe und Bürgermeister Bruno Wollbrink in Händen. Sie werden flankiert von Paul Scheling, Johann Gieswein, Marcel Brack, Josef Breuers, Karsten Lenger (links) und Mario Gläsker und Dieter Wulfmeyer (rechts). Foto: Bittner - © ralf bittner
Schnelligkeit ist keine Hexerei: Das Glasfaserkabel macht es möglich. Hier halten es Karl-Heinz Rempe und Bürgermeister Bruno Wollbrink in Händen. Sie werden flankiert von Paul Scheling, Johann Gieswein, Marcel Brack, Josef Breuers, Karsten Lenger (links) und Mario Gläsker und Dieter Wulfmeyer (rechts). Foto: Bittner | © ralf bittner

Herford Breitband-Netz ab Sommer 2015

Telekom gibt den Startschuss für den Ausbau in Herfords Stadtgebiet

Von Thomas Hagen

Herford. Wer im Außenbereich Herfords nah dran am grauen Schaltkasten, einem Netzverteiler, wohnt, der kann spätestens im Sommer kommenden Jahres mit satten Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde durchs weltweite Netz surfen. Rund 26.000 Haushalte wird die Telekom bis dahin fit für die mediale Zukunft machen.

Der Startschuss fiel jetzt in Eickum. Mit dabei Bürgermeister Bruno Wollbrink und Wirtschaftsförderer Dieter Wulfmeyer. Für Wollbrink Anlass zur Aussage: "Ein schneller Internetanschluss gehört heute zu den wichtigsten Standortfaktoren einer Stadt. Junge Familien und mittelständische Unternehmen richten immer wieder Forderungen nach einem schnellen Breitbandnetz an die Verwaltung."

Mehr als 73 Kilometer Glasfaserkabel werden in den kommenden Monaten im Stadtgebiet - verstärkt in den Außenbezirken - verlegt. "Wir bauen dazu 168 Netzverteiler auf. Für jeden einzelnen mussten wir eine Genehmigung haben. Da hat die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gut funktioniert", sagte Karl-Heinz Rempe, Vertriebsbeauftragter der Telekom für den Breitbandausbau, gegenüber der NW.

Rempe versprach, dass sich die Einschränkungen für die Bürger in Grenzen halten werden: "Wir gehen in überschaubaren Schritten voran. Nach dem Abschluss der Arbeiten ist dann der gesamte Vorwahlbereich 05221 mit schnellem Internet versorgt."

Für die Tiefbauarbeiten sind rund 20 Facharbeiter mit zahlreichen Maschinen im Einsatz. Hinzu kommen die Fachabteilungen der Telekom. Sie verlegen ein großes schwarzes Kunststoffrohr, in dem weitere kleine Rohre (so genannte Speedpipes) enthalten sind. Darin laufen die kunststoffummantelten hauchdünnen Glasfaserkabel, in denen die Daten in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Das ist derzeit die schnellste Art der Datenübertragung.

Ein Netzverteiler versorgt die Gebäude im Radius von 500 Metern. Von den Multifunktionsgehäusen (Kabelverzweiger) verlaufen Kupferkabel bis in die Häuser. Die alte passive Technik wird mit neuer aktiver Technik, der so genannte Vectoring-Technik, überbaut. Sie macht den Daten auf dem Kupferkabel Beine, indem sie mögliche elektromagnetische Störsignale zwischen den Kupferleitungen eliminiert. So wird ein höheres Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.

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