Melina, Laura und Marie, Besucherinnen des Kinder- und Jugendzentrums (vorne v.l., mit einem Plakat des Bundes zum Bildungs- und Teilhabepaket), Praktikantin Jasmin Riemer und Leiter Bernd Rammler (hinten Mitte) begrüßen Friedbert von Reinersdorff. - © FOTO: STEFANIE BOSS
Melina, Laura und Marie, Besucherinnen des Kinder- und Jugendzentrums (vorne v.l., mit einem Plakat des Bundes zum Bildungs- und Teilhabepaket), Praktikantin Jasmin Riemer und Leiter Bernd Rammler (hinten Mitte) begrüßen Friedbert von Reinersdorff. | © FOTO: STEFANIE BOSS

Enger Bildung ist für alle da

Sozialarbeiter informiert über öffentliche Fördermaßnahmen/Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket

Enger. "Als Hartz IV- oder Sozialhilfeempfänger muss man sich seiner Situation nicht schämen." Dieser Meinung ist Bernd Rammler. Da das aber immer noch viele Menschen tun und daher Leistungen, die ihnen eigentlich zustünden, nicht in Anspruch nehmen, will der Leiter des Evangelischen Kinder- und Jugendzentrums "Zebra" mithelfen, daran etwas zu ändern.

Also stellt er Friedbert von Reinersdorff, Diplom-Sozialarbeiter und pädagogischer Mitarbeiter des ESTA-Bildungswerks, ein Büro in seiner Einrichtung zur Verfügung, wo dieser Betroffene beraten will.
Familien, die Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder XII (Sozialhilfe), Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, haben für ihre Kinder zusätzlich zu ihrem monatlichen Regelbe
darf Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes.

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Darunter fallen Schülerbeförderung und Schulausflüge oder auch Klassenfahrten, Mittagsverpflegung, das Schulbedarfspaket und Lernförderung - inklusive Nachhilfe - sowie die soziale und kulturelle Teilhabe - dazu zählen auch Beiträge für Sportvereine.
In manchen Bereichen, wie etwa beim Schulbedarfspaket, das zum Schuljahresbeginn an die Bedürftigen ausgezahlt werde, laufe das fast wie von selbst, weiß Friedbert von Reinersdorff.

"Viele Leute wissen aber nicht, dass sie zum Beispiel als Wohngeldempfänger das Geld für Klassenfahrten der Kinder ersetzt bekommen können." Andere schreckten vor dem Papierkrieg mit den Anträgen zurück oder schämten sich schlicht für ihre Bedürftigkeit. Bundesweit würden nur etwa 60 Prozent des bereitgestellten Betrags abgeschöpft, schätzt Friedbert von Reinersdorff.

"Schade, dass Geld, das bereitgestellt ist, nicht in Anspruch genommen wird", findet Bernd Rammler. "Es geht doch um Kinder und Jugendliche. Daher brauchen wir jemanden, der die Betroffenen in diesen Belangen unterstützt." Das haben seit Mitte des Jahres Friedbert von Reinersdorff und drei seiner Kollegen vom ESTA-Bildungswerk in Enger, Spenge, Kirchlengern und Hiddenhausen, befristet auf anderthalb Jahre, übernommen: Im Rahmen des Projekts Bildungs- und Teilhabepaket, einem Gemeinschaftsprojekt des Kreises Herford, der Stadt Enger und des ESTA-Bildungswerks.

"In den Städten des Kreises mit eigenem Jugendamt, wie Bünde, wird diese Arbeit direkt von den Ämtern übernommen", weiß Friedbert von Reinersdorff.
Finanziert wird das ganze durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, das Bundesgelder aus dem Bildungs- und Teilhabepaket verteilt. "Klasse, dass wir hier die kompetente Beratung von Friedbert von Reinersdorff anbieten können", freut sich Bernd Rammler und verrät: "Das Angebot wird auch schon genutzt."

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