Pascal Rieke, Tim Zenker, Matthias Scherlin (hinten v. l.), Ursula Brennemann, Dorothee Hirsch und Edelgard Kümpel (vorn, v. l.) helfen, die vielen Pakete zu verladen. - © FOTO: MAREIKE PATOCK
Pascal Rieke, Tim Zenker, Matthias Scherlin (hinten v. l.), Ursula Brennemann, Dorothee Hirsch und Edelgard Kümpel (vorn, v. l.) helfen, die vielen Pakete zu verladen. | © FOTO: MAREIKE PATOCK

Enger Geschenke auf die Reise geschickt

Bürger spenden rund 1.300 Päckchen für Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" / Pakete für hilfsbedürftige Kinder in Osteuropa

Enger/Spenge (mac). In der ersten Etage von Elisabeth Schulzes Haus in Enger stapeln sich knapp 130 große Kartons. Auszubildende der evangelischen Jugendhilfe Schweicheln schnappen sich einen nach dem anderen und verladen die kostbare Fracht auf einen Lkw. In den Kartons stecken rund 1.300 liebevoll gestaltete Päckchen für bedürftige Kinder in Osteuropa.

Menschen vor allem aus Enger und Spenge, aber auch aus Bielefeld und Herford hatten die Geschenke für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" gespendet.

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Von der Resonanz ist Dorothee Hirsch ganz begeistert. Seit vielen Jahren koordiniert sie die Aktion federführend vor Ort in Enger. Tatkräftig zur Seite stehen ihr dabei Edelgard Kümpel, Ursula Brennemann und Edeltraud Finke. "Es ist schön zu sehen, dass eine ganze Stadt hinter der Aktion steht", sagt Dorothee Hirsch und bedankt sich bei den vielen Spendern. Die Geschenke seien auch in diesem Jahr wieder unglaublich liebevoll gestaltet worden. Manche Spender hätten sogar ein Foto von sich dazugelegt.

Auffallend in diesem Jahr sei gewesen, dass viel Selbstgestricktes gespendet worden sei. "Das war umwerfend", sagt Hirsch und ergänzt lachend: "Wir hatten etwa 800 Paar selbst gestrickte Socken." Bei den ehrenamtlichen Helfern und den verschiedenen Annahmestellen in Enger und Spenge seien außerdem unzählige selbst gefertigte Stulpen abgegeben worden. "Und wir hatten drei große Stapel mit Pullovern", berichtet Dorothee Hirsch.

Das Selbstgestrickte sei häufig anonym abgegeben worden. Auch bei diesen Spendern wolle sie sich darum noch einmal ausdrücklich bedanken.

Schon Ende Oktober waren die ersten Pakete eingetrudelt. Im Haus von Elisabeth Schulze durften die ehrenamtlichen Helfer – wie schon in den vergangenen Jahren – die vielen Geschenke unentgeltlich zwischenlagern.

Gestern nun haben sich die Pakete auf ihre lange Reise Richtung Osteuropa gemacht. In den verschiedenen Empfängerländern werden sie bedürftigen Kindern zugute kommen – zum Beispiel in Großfamilien oder in Waisenhäusern.

Die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" wird seit 1990 von der christlichen Organisation "Geschenke der Hoffnung" koordiniert.

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