Vor seinen Werken: Alexander Kapitanowski freut sich, dass seine Ausstellung im Gerbereimuseum zu sehen ist. Die Zeichnung links zeigt eine unbekannte jungen Frau, rechts ist ein Portrait von Michel de Montaigne zu sehen. - © FOTO: LISA-MARIE DAVIES
Vor seinen Werken: Alexander Kapitanowski freut sich, dass seine Ausstellung im Gerbereimuseum zu sehen ist. Die Zeichnung links zeigt eine unbekannte jungen Frau, rechts ist ein Portrait von Michel de Montaigne zu sehen. | © FOTO: LISA-MARIE DAVIES

ENGER "Die Bilder sind eine wahre Entdeckung"

Alexander Kapitanowski zeigt eine Auswahl seiner Arbeiten im Engeraner Gerbereimuseum

Enger (lmd). "Aus jedem Gesicht kann man etwas erfahren", sagt Alexander Kapitanowski. Um Gesichter geht es auch in seiner Ausstellung "Von Angesicht zu Angesicht mit Europa", die im Gerbereimuseum eröffnet wurde.

"Ich wollte nicht nur Gesichter zeigen, sondern auch Menschen in Europa darstellen", ergänzt der Künstler. Unter den 26 Werken lassen sich unter anderem Portraits Persönlichkeiten wie Michel de Montaigne, Heinrich IV, Edgar Poe oder Fjodor Dostojewski finden. Aber auch Unbekannte hat er mit Kohle oder Pastellkreide gezeichnet.

"Alexander Kapitanowski interessiert sich für Menschen - sonst könnte er als Zeichner nicht vor allem Portraits schaffen", sagt Michael Hellwig, der die Ausstellung eröffnete und mit dem Zeichner befreundet ist. "Alexander Kapitanowski interessiert sich auch für die Geschichte und die Entwicklung des Genres der bildenden Kunst", ergänzt Hellwig in seinen einführenden Worten. Die historischen Veränderungen in der Darstellung von Personen lassen sich auch in der Ausstellung wiederfinden.

"Die ersten Vorlagen für meine Zeichnungen waren Bleistiftportraits aus Frankreich aus dem 16. Jahrhundert", erklärt Kapitanowski. Damals sei es vor allem darum gegangen, Menschen zu zeigen, von denen es normalerweise keine Abbildungen gab, da die Personen nicht als wichtig genug angesehen wurden. "Hier tritt uns ein anderes Europa gegenüber als das der Kaiser, Päpste, Fürsten und Kardinäle", stellt Michael Hellwig fest.

Eine weitere Grundlage für Kapitanowskis Bilder bildeten Fotografien. Die Arbeiten des Engeraner Künstlers haben ihren eigenen Stil. "Die Farben setzen spannende Akzente gegen die markanten Gesichtszüge, die wir wahrnehmen", unterstreicht Michael Hellwig in seiner Eröffnungsrede.
"Wir freuen uns nicht nur einen hiesigen Künstler präsentieren zu können. Die Bilder von Alexander Kapitanowski sind eine wahre Entdeckung", sagt Karsten Glied, Vorsitzender des Vereins Gerbereimuseum.

Die Ausstellung "Von Angesicht zu Angesicht mit Europa" ist noch bis zum 29. April jeden Samstag von 15 Uhr bis 18 Uhr und jeden Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr im Engeraner Gerbereimuseum am Hasenpatt zu sehen.

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