Gerechtigkeit für eine Katze

Schüsse auf Sina kamen aus Nachbars Garten

Kurz nach dem Anschlag im Februar durfte sich Sina unter Frauchens Kraulen ausruhen. - © FOTO: ANNEKE QUASDORF
Kurz nach dem Anschlag im Februar durfte sich Sina unter Frauchens Kraulen ausruhen. | © FOTO: ANNEKE QUASDORF

Enger (-as). Im Februar des Jahres hatte ein Engeraner mit dem Luftgewehr auf die Katze seiner Nachbarin geschossen und sie am Augenlid verletzt. Jetzt kostet ihn diese Aktion 300 Euro an die Staatskasse und das Honorar für den Tierarzt.

Melanie Maurer sagt: "Ich freue mich, dass der Schuldige jetzt endlich ermittelt ist." Sie hatte Anzeige erstattet, nachdem klar war, dass nahe an Sinas Auge ein 4,5 Millimeter langes Projektil steckte. "Wer auf eine Katze schießt, der schießt vielleicht auch auf Kinder", sagte die zweifache Mutter.

Daraufhin ermittelte die Polizei einen Verdächtigen und der zeigte sich nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart geständig. "Erbedauert sein Verhalten." Demnach wurde das Verfahren mit der Auflage,300 Euro zu zahlen, eingestellt. Die Tierarztkosten, die Melanie Maurer nun vom Schützen erstattet bekommen wird, will sich nicht behalten. "Das Geld geht weiter an den Tierschutzverein", sagt sie.

Katze Sina wird der Ausgang des Verfahrens wohl eher nicht interessieren. Doch darf sich Frauchen Melanie freuen, dass ihr Liebling jetzt sicherer unterwegs sein wird.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group