An der Grundschule Belke-Steinbeck gibt es seit Jahren schon eine Programmier-AG. Leiter Christian Absi zeigt das Tablet und den kleinen Roboter, mit denen die Mädchen und Kinder hier arbeiten. - © Mareike Patock
An der Grundschule Belke-Steinbeck gibt es seit Jahren schon eine Programmier-AG. Leiter Christian Absi zeigt das Tablet und den kleinen Roboter, mit denen die Mädchen und Kinder hier arbeiten. | © Mareike Patock

Enger Der Unterricht wird digital

Neues Konzept: Alle Schulen in Enger sollen technisch aufgerüstet werden. Zunächst werden die Kosten ermittelt

Karin Wessler

Enger. Eine Investition in die Zukunft soll die technische Aufrüstung der städtischen Schulen in Enger sein: Der Unterricht wird zunehmend digital. In enger Absprache mit den örtlichen Schulen wurde ein Konzept erarbeitet, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Zunächst sollen aber die Kosten ermittelt werden. Dafür sprach sich der Ausschuss für Schule, Jugend und Sport geschlossen aus. Auch für Schulen ein neues Thema „Das ist auch für die Schulen ein neues Thema, doch es passt in die Zeit", betonte Ulrich Henselmeyer, Leiter des Widukind-Gymnasiums. „Und es ist notwendig." Für alle Beteiligten bedeute dies, neue Konzepte für digitalen Unterricht in den örtlichen Schulen zu entwickeln und diese dann umzusetzen. „Da müssen sich auch die Lehrer fortbilden", kündigte er an. Während der Ausschusssitzung wurde der Sachverhalt erläutert: Das Land NRW fördert durch ein Gesetz zur Stärkung der Schulinfrastruktur in NRW mit dem Namen „Gute Schule 2020" in Kooperation mit der NRW.Bank den Ausbau und die Modernisierung der Schulen vor Ort. Die angekündigten Landesmittel sollen der Sanierung, Modernisierung und dem Ausbau der baulichen und digitalen Schulinfrastruktur dienen. Förderprogramm des Landes „Die Stadt Enger erhält aus diesem Förderprogramm in den Jahren 2017 bis 2020 jährlich rund 405.000 Euro, insgesamt also mehr als 1,6 Millionen Euro", berichtete Bürgermeister Thomas Meyer. Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Fördermittel sei die Vorlage eines Verwendungskonzeptes. Dieses wurde während der Sitzung vorgelegt. „Nun gilt es zunächst, die Kosten unseres Digitalisierungskonzeptes zu ermitteln", sagte der Verwaltungschef. Zunächst seien Überprüfungen der Schulgebäude notwendig, als Basis für die technische Detailplanung. Insbesondere seien auch die Ausstattungsdetails der insgesamt rund 150 Klassen- und Fachräume noch abzustimmen, so Meyer. „Erst nach Vorlage aller dieser Ergebnisse können verlässliche Aussagen zu den anfallenden Umsetzungs- und Folgekosten getroffen werden", sagte er weiter. Einheitliches System für alle Alle Schulen in Enger sollten mit demselben, einheitlichen System ausgestattet werden. „Das ist für alle – sowie für die Schüler als auch für die Stadt – von Vorteil." Alle Schulen müssten mit WLAN ausgestattet werden, ebenso seien Beamer und iPads notwendig. Auch müsse jeder Klassen- und Fachraum eine Projektionsfläche erhalten, auf die der Unterrichtsstoff projiziert werden kann. Dabei sei nicht das Ziel, alle Schüler mit einem iPad auszustatten. „Die Digitalisierung ist ein jetzt beginnender Prozess, der in vier bis fünf Jahren abgeschlossen sein wird. Alles passiert schrittweise. Ausgehend von den Strukturen in den Schulen wird das Programm entwickelt", machte Meyer deutlich. Es sei eine „besondere Situation", dass sich alle Engeraner Schulen einige seien und sich dieselben Voraussetzungen wünschten, um sich so weiter zu entwickeln.

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