Zusammenspiel: Das Orchester und das Bläservororchester musizierten gemeinsam die bekannte Melodie aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". - © Stefanie Boss
Zusammenspiel: Das Orchester und das Bläservororchester musizierten gemeinsam die bekannte Melodie aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". | © Stefanie Boss

Enger WGE-Schüler musizieren in der Stiftskirche

Weihnachtskonzert: Traditionelle Lieder und Pop-Songs begeistern in zwei Konzerten. Vorbereitung seit Schuljahresbeginn

Stefanie Boss

Enger. Der Film ist für viele Menschen untrennbar mit dem Heiligen Abend verbunden; die Titelmelodie zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" erklang zum Auftakt des Weihnachtskonzerts des Widukind-Gymnasiums in der Stiftskirche. Und führte sie damit auch den letzten Zuhörer aus der Hektik des Alltags hinein in eine besinnliche Stimmung. Der Advent war endgültig da. Dazu kam der Rat von Lehrer Manuel Holtmann, der bei der kurzen Ansprache zu Beginn des Konzerts Schulleiter Ulrich Henselmeyer vertrat: „Entfliehen Sie für einen Abend der stressigen Vorweihnachtszeit." Er sagte es und die Konzertbesucher lehnten sich in den Kirchenbänken zurück und genossen das von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen vorgetragene, abwechslungsreich gestaltete Programm. Zwei Konzerte hintereinander Da aus terminlichen Gründen dieses Mal – anders als in den vergangenen Jahren – beide Konzerte hintereinander am gleichen Tag aufgeführt wurden, war die jeweilige Veranstaltung es etwas kürzer als gewohnt, qualitativ aber gab es keine Einbußen. Klassische Weihnachtslieder, die jeder kennt – „O du fröhliche" und „Lobt Gott ihr Christen alle gleich" etwa, vorgetragen von der Bläserklasse – wechselten sich ab mit poppigen Stücken: Die drei Sängerinnen des Jazz-Rock-Ensembles stimmten „All I want for Christmas is you" an und das Vororchester spielte „Jingle Bells" im Weihnachts-Medley. Stück aus der DDR Etwas Besonderes hatte sich die Chor-Musical-AG unter der Leitung von Lars von Knebel ausgedacht: Die Schülerinnen und Schüler präsentierten weihnachtliche Lieder aus verschiedenen Ländern, wobei den Abschluss ihrer Darbietung ein mit einem Augenzwinkern vorgetragenes Stück aus der ehemaligen DDR bildete. Zoe Paulini tat sich hierbei als Solo-Sängerin hervor, begleitet wurde der Chor von Charlotte Bockermann und Hanna Wacker auf der Querflöte und Michaela Gieselmann am Cello. Solistisch glänzte auch Trompeter Aljoscha Schlesier bei „Air" von Johann Sebastian Bach. Weihnachten schon im Spätsommer „Das Weihnachtskonzert hat für uns am Widukind-Gymnasium eine lange Tradition", betonte Manuel Holtmann, „nicht nur im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte, sondern auch mit Blick auf das Schuljahr." Denn bereits im Spätsommer, kurz nach Beginn des Schuljahres, wenn die Proben beginnen, würden auf den Gängen weihnachtliche Klänge zu hören sein. „Das zeigt, mit welcher Ausdauer und Disziplin sich die Musikerinnen und Musiker unter Anleitung der Fachkollegen auf den heutigen Abend vorbereitet haben." „Halleluja" aus dem „Messias" Den feierlichen Abschluss des Weihnachtskonzerts bildete das „Halleluja" aus dem „Messias" von Georg Friedrich Händel, vorgetragen vom Orchester. Und dann durften sich die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler über den lang anhaltenden Applaus ihres Publikums für ihre überzeugende Darbietung freuen.

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