Wellmann stellt den geschäftsbetreib ein. - © Andreas Sundermeier
Wellmann stellt den geschäftsbetreib ein. | © Andreas Sundermeier

Enger Wellmann stellt Geschäftsbetrieb ein

Sozialplan steht: 400 Mitarbeiter betroffen. Kündigungen im November

Andreas Sundermeier

Enger. Wellmann stellt den Geschäftsbetrieb ein. Das ließ der Insolvenzverwalter am Donnerstag auf Nachfrage der Neuen Westfälischen mitteilen. Für die Engeraner Mitarbeiter des Unternehmens der Alno-Gruppe gibt es einen Sozialplan. Für Insolvenzverwalter Martin Hörmann schreibt das Büro Pietro Nuvoloni: „Bei Wellmann bestehen keine Chancen mehr für eine Fortführung, denn inzwischen sind leider auch die verbliebenen Interessenten abgesprungen." Und: „Da trotz intensiver Bemühungen des Insolvenzverwalters für Wellmann kein Investor gefunden werden konnte, gibt es nunmehr keine Alternative. Der Insolvenzverwalter ist gezwungen, den Geschäftsbetrieb von Wellmann einzustellen. Die Kündigungen der Mitarbeiter werden noch im November 2017 ausgesprochen werden."Abfindung maximal 2,5 Monatslöhne Der Betriebsrat und der Insolvenzverwalter hätten sich im Rahmen eines Einigungsstellenverfahrens (NW berichtete) auf einen Sozialplan verständigt.Wie hoch die Abfindung für die Mitarbeiter sein könnte, erklärt Frank Branka von der IG Metall: „Das werden maximal zweieinhalb Brutto-Monatsgehälter sein. Und die Summe der Gehälter wird ein Drittel der verbleibenden Restmasse nicht überschreiten." Das sei gesetzlich so geregelt. Dass noch Geld, also Masse, vorhanden ist, davon gehe er aus. Das Verfahren müsse jetzt noch vom Gläubiger-Ausschuss genehmigt werden. Betroffen sind um die 400 Angestellte. "An den Mitarbeitern hat's nicht gelegen" Branka: „Ursprünglich waren es 450, aber davon haben einige schon selbst gekündigt." Und er sagt: „An den Mitarbeitern hat’s nicht gelegen. Die waren gut und motiviert. Es gab ein gutes Werk und gutes Produkt. Und Vollbeschäftigung. Der Fehler lag im Vorstand und Management."

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