Leseratten unter sich: Gemütlich in Decken eingepackt und mit Kuschentieren ausgerüstet lauschten die Kinder den Geschichten von Jens Kosmiky (4.v.r.) und tanzten zu der Musik von Sebastian Dold (2.v.l.) - © Jeannine Gehle
Leseratten unter sich: Gemütlich in Decken eingepackt und mit Kuschentieren ausgerüstet lauschten die Kinder den Geschichten von Jens Kosmiky (4.v.r.) und tanzten zu der Musik von Sebastian Dold (2.v.l.) | © Jeannine Gehle

Enger Jens Kosmiky erzählt bei Hörabend Geschichten zum Kuscheln

Jeannine Gehle

Ein Abend für die Kleinen:  Mit der Rock’o’Näse geht es vom Tresorraum zum Vorlesen Enger. Was ist denn am Samstagabend in der Sparkasse Enger los? Mit aufgeregten Rufen stürmt die Kinderschar den Tresorraum und fordert Christoph Reuther von der Sparkasse lautstark auf, den Tresor zu öffnen. Was auf den ersten Blick wie ein Überfall des Räubernachwuchses wirkt, ist der Auftakt zum Krawallo-Hörabend mit Jens Kosmiky und Sebastian Dold. Nach zwei Jahren in der Spenger Sparkasse zog die Veranstaltung von Wittekinds Kultur in diesem Jahr zum ersten Mal nach Enger um. Auch aus Platzgründen, wie Sebastian Dold verriet: „Es kommen jedes Jahr mehr. Heute sind ungefähr 70 Kinder und Eltern da." „Wir mussten sogar die Anmeldeliste schließen", fügte Christoph Reuther hinzu. Viele der Kinder waren schon bei den ersten Hörabenden dabei. Dementsprechend gespannt warteten sie auf Jens Kosmiky. Doch der blieb verschwunden. „Kommt, wir gehen ihn suchen", forderte Sebastian Dold die Kinder auf. Mit lauten Rufen wurden die Kinder schließlich im Tresorraum fündig. Dort gab Kosmiky passend zum Ort die Geschichte eines Banküberfalls zum Besten, in der eine alte Dame über die Stümperhaftigkeit der Verbrecher schimpft und schließlich selbst als ehemalige Bankräuberin enttarnt wird. Nach dem gelungenen, überraschenden Auftakt führte Sebastian Dold die Kinder mit der „Rock’o’Näse" wieder zurück in den eigentlichen Veranstaltungsraum. Dort machten sie es sich mit Decken, Kuscheltieren und Knabbereien gemütlich, um weiteren Geschichten zu lauschen. Mit viel Humor und schauspielerischem Talent las Jens Kosmiky spannende und lustige Geschichten vor. Unter anderem gab es die Geschichte vom Flunkerprinzen Florian zu hören, der seine Scherze mit den anderen Burgbewohnern treibt und schließlich drei Räuber alleine überwältigen muss, weil ihm niemand die Geschichte vom geplanten Überfall glaubt. Dabei schlüpfte Jens Kosmiky in verschiedene Rollen und spielte sie so überzeugend und komisch, dass er seinen großen und kleinen Zuhörern die Lachtränen in die Augen trieb. Und auch die anderen Geschichten, wie „Das Wild im Marmeladenglas" und „Prima Monster" kamen gut an. „Die Bücher sind alle erprobt. Sie gehören zu denen, die ich meinen Kindern jeden Abend vorlese", verriet Jens Kosmiky. „Es gefällt mir hier sehr. Die Geschichten und die Lieder sind toll", sagte die sechsjährige Letitia, die zum zweiten Mal bei einem Hörabend dabei war. Auch Lenia und Lynn waren begeistert. „Am allerbesten war das Tanzen", waren sie sich einig.

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