Schnelles Internet ist nicht überall selbstverständlich. - © Foto: DPA
Schnelles Internet ist nicht überall selbstverständlich. | © Foto: DPA

Enger „Weiße Flecken“ im Breitbandausbau in Enger

Mit Hilfe von Fördermitteln soll unterversorgten Gebieten durch einen weiteren Ausbau geholfen werden

Ekkehard Wind

Das Thema Breitbandausbau beschäftigte erneut die Politikerinnen und Politiker im Stadtplanungsausschuss. „In Enger wird jetzt der erste Schritt in Richtung Breitbandversorgung getan“, sagte Bürgermeister Thomas Meyer mit Hinweis auf die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet. Er geht davon aus, dass die Arbeiten im Dezember abgeschlossen werden. Ende 2016/Anfang 2017 sollen dann die Leitungen für ein schnelleres Internet freigeschaltet werden. In allen Kommunen im Kreis Herford gibt es unterversorgte Gebiete, in denen die verfügbare Bandbreite unter 30 Mbit/s liegt. Das gilt nach Angaben der Stadtverwaltung auch für Enger unter Berücksichtigung des derzeit noch nicht abgeschlossenen Ausbauprogramms der Telekom. Ziel eines abgestimmten Masterplans im Kreis Herford ist es, die „weißen Flecken“ durch einen weiteren Ausbau mit höheren Bandbreiten zu versorgen. „Es werden Betreiber gesucht, die über eine Bezuschussung in Form öffentlicher Fördergelder die Wirtschaftlichkeitslücke schließen und die betreffenden Gebiete versorgen“, sagte der Bürgermeister. Ein Eigenanteil der Stadt Enger bei der Inanspruchnahme von Fördergeldern des Bundes und Landes entfalle, da die Widukindstadt sich in der Haushaltssicherung befinde. „Das Land übernimmt somit die 10 Prozent, die eigentlich die Kommune aufbringen muss.“ Der Stadtplanungsausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kreis Herford und den kreisangehörigen Kommunen zu. Sie ist Voraussetzung, um Fördergelder vom Bund und Land gemeinsam beantragen zu können. Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser machte auf eine weitere Fördermöglichkeit aufmerksam, die sich auf den Breitbandausbau in Gewerbegebieten beziehe. Dabei handele es sich um vom Bund geplante Förderprojekt „Sonderaufruf Mittelstand“. „Wir sollten hier alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen“, sagte die Fachbereichsleiterin. Sie geht davon aus, dass beispielsweise das Gewerbegebiet Enger-Süd gut ausgebaut werde. „Die Ansprüche sind aber sehr unterschiedlich. Einen High-End-Ausbau wird ein betreffende Unternehmen wohl selber zahlen müssen.“

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