Musikalischer Empfang: Die Streicherklasse des Widukind-Gymnasiums begrüßt die Gäste. - © Kai-Sören Kerkhoff
Musikalischer Empfang: Die Streicherklasse des Widukind-Gymnasiums begrüßt die Gäste. | © Kai-Sören Kerkhoff

Enger Widukind-Gymnasium Enger stellt sich beim Tag der offenen Tür vor

Die vielfältigen Angebote zum Mitmachen begeistern die Kinder

Kai-Sören Kerkhoff

Enger. Johannes Banze trägt die Kluft eines römischen Legionärs. "Salve", grüßt der Gymnasiast die Besucher. Gemeinsam mit seinem Mitschüler Ruben Volmert stellt er den Gästen das Neigungsfach "Die Welt der Römer" vor. Das Widukind-Gymnasium Enger hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Zahlreiche Viertklässler und ihre Eltern nutzten die Gelegenheit, um die Schule zu erkunden und in den Unterricht hineinzuschnuppern. In der Aula heißt die Streicherklasse des Gymnasiums die Gäste mit einem Konzertstück willkommen. Der große Saal ist voll. "Es freut mich, dass sie heute so zahlreich erschienen sind", sagt Schulleiter Ulrich Henselmeyer zufrieden. "Also: Warum sollten sie ihre Kinder am WGE anmelden?" In seiner Rede hob der Rektor drei Vorzüge der Schule hervor. "Wir haben eine große Bandbreite an Wahlmöglichkeiten - von Sprachen über Naturwissenschaften bis hin zu Kunst und Musik", führt er aus. "Zudem bieten wir den Kindern viele Hilfestellungen auf dem Weg zum Abitur an." Etwa durch Methodentage oder durch Angebote des offenen Ganztags, wo der Unterrichtsstoff vertieft wird. Und abschließend betont Henselmeyer: "Bei uns haben Sie, liebe Eltern, die Möglichkeit, die Entwicklung der Schule mit zu gestalten." So würden alle großen Entscheidungen in direkter Kommunikation mit der Elternschaft erfolgen. "Nach dem Schulwechsel seid ihr nicht mehr die Großen, sondern die Kleinen", wendet sich Eva Uhrig-Baldzuhn an die Viertklässler. "Auf die Kinder kommen dann neue Herausforderungen und Erfahrungen zu." Einführungstage sollen den Kindern einen sanften Übergang aufs Gymnasium ermöglichen. "Hier gibt es keinen regulären Unterricht", sagt die Erprobungsstufenleiterin. "Es geht erst Mal darum, die Schule kennenzulernen." Paten aus höheren Klassen stehen den Fünftklässlern mit Rat und Tat zur Seite. Zum Schulstart können sich die Kinder auch ein bis zwei Freunde aussuchen, mit denen sie gerne in eine Klasse gehen möchten, berichtet Uhrig-Baldzuhn. "Es ist schöner, die erste Zeit gemeinsam zu verbringen." Nach dem offiziellen Teil geht es zum Unterrichtsbesuch. Großer Andrang herrscht vor dem Physikraum. Hier dreht sich alles um Stromkreise. Dabei legen die Kinder auch selbst Hand an. Mit LEDs und Widerständen schrauben sie adventliche Lämpchen zusammen. "Ich find das hier sehr interessant", sagt der neunjährige Lenny. "Physik ist cool. Da kann man richtig experimentieren." Und auch im Fachraum für Chemie ist einiges los. Hier zeigt Finn Hildebrand, wie man aus Kupfermünzen Gold macht. "Eine gute Möglichkeit, um die Kassen der Schule aufzubessern", sagt der Elftklässler schmunzelnd. Doch ist es bloß eine Messing-Legierung, die der Münze ihren goldenen Schein gibt. "Und die verschwindet schon nach einiger Zeit wieder." In der Mensa kommen die Eltern derweil bei Kaffee und Kuchen mit der Schulleitung, den Lehrern und Vertretern der Elternpflegschaft ins persönliche Gespräch.

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