Hans-Peter Tietze (v. l.), Werner Brand und Werner Best vom Werburg-Verein sowie Nico Lüdike vom Verein „Drey Wunder" aus Bielefeld freuen sich das große Museumsfest am Sonntag. - © Karin Wessler
Hans-Peter Tietze (v. l.), Werner Brand und Werner Best vom Werburg-Verein sowie Nico Lüdike vom Verein „Drey Wunder" aus Bielefeld freuen sich das große Museumsfest am Sonntag. | © Karin Wessler

Spenge Museumsfest mit Burgenolympiade und Ritterkampf

An der Werburg: Vorführungen unterschiedlicher historischer Handwerke. Sonntag von 11 bis 17 Uhr am historischen Ensemble

Karin Wessler

Spenge. Für einen Tag wird sich die Werburg wieder in eine echte Burg verwandeln. Zur Feier des zweijährigen Bestehens des Museums im Herrenhaus gibt es Ritter-Schaukämpfe, Vorführungen von historischem Handwerk und auch eine Burgenolympiade für Kinder und Familien. „Wir möchten den Besuchern einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Tag bieten, aber gleichzeitig auch historisches Wissen vermitteln – wir sind schließlich ein Museum", betonte Werner Best, Vorsitzender des Werburg-Vereins bei der Vorstellung des Programms. „Wir haben uns für dieses Museumsfest etwas mehr ausgedacht. Kinder und Erwachsene sollen in gleichem Maße angesprochen werden", betonte der Vereinsvorsitzende. „Das Angebot der Aktivitäten ist daher breit gefächert und in drei Blöcke unterteilt." Papierschöpfen an der Werburg Zum einen gebe es „Lebendige Geschichte" (Living Historie), Handwerksdarstellungen sowie eine Burgenolympiade. „Erstmals wird an der Werburg gezeigt, wie früher Papier geschöpft wurde", erläutert Werner Best. Es wird Wolle gesponnen, Flachs wird verarbeitet. Außerdem zeigt ein Grünholzdrechsler seine Kunst. Auch wird eine Schreibwerkstatt vorgestellt. „Ferner wird an einem sehr großen Modell eines Fachwerkhauses gearbeitet", erläuterte Werner Best weiter. Spannend wird es auch bei den Vorführungen der Gruppe „Drey Wunder" aus Bielefeld. „Wir zeigen historische Kampfkunst", machte Vereinsmitglied Nico Lüdike deutlich. „Anhand von historischen Quellen haben wir Waffen aus dem späten Mittelalter rekonstruiert. Auch tragen wir entsprechende Kleidung, die etwa aus der Zeit stammt, als die Werburg erstmals urkundlich erwähnt wurde", führte er weiter aus.  „Drey Wunder" Zehn bis zwölf Mitglieder von „Drey Wunder" werden am Sonntag bei der Werburg dabei sein und authentische Darstellungen der spätmittelalterlichen Kampf- und Lebensweise der Menschen im europäischen Raum zwischen 1450 und 1500 demonstrieren. Sie werden ein kleines Lager errichten, mit Zelten und einem Kampfring. Darin werden dann Kämpfe mit dem Schwert, dem Dolch oder auch der „Mordaxt" ausgetragen. „Wir möchten dabei das zivile Alltagsleben dieser Zeit darstellen und mit Mythen, die vielleicht von Filmemachern aus Hollywood in die Welt gesetzt wurden, aufräumen." Das Mittelalter sei gar nicht so „düster", sondern vielmehr auch freudig und fröhlich gewesen. „Wir möchten mit den Besuchern ins Gespräch kommen, um ihnen am Ende neues Wissen mitzugeben", betont Nico Lüdike. Lanzenweitwurf und Erbsenweitspucken Sonja Voss, Pädagogische Mitarbeiterin im Museum, hat ein Programm für die Burgenolympiade auf die Beine gestellt. „Dabei können sich die Teilnehmer im Ringestechen, Lanzenweitwurf oder auch dem Erbsenweitspucken messen." Hier könnten, so Werner Best, also Geschicklichkeit, Mut und auch die Lachmuskeln trainiert werden. „Anschließend können sich die Kinder selbst eine Medaille prägen", macht er neugierig auf das Programm.

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