Museumsleiterin Regine Krull vor einer Abbildung Widukinds im Foyer des Museums. - © Mareike Patock
Museumsleiterin Regine Krull vor einer Abbildung Widukinds im Foyer des Museums. | © Mareike Patock

Enger 4.600 Besucher im Widukind-Museum

Bilanz: Leiterin Regine Krull blickt auf das vergangene Jahr zurück. Audio-Guide für Kinder auf einer Tagung in Münster präsentiert

Ekkehard Wind

Enger. Rund 4.600 Besucher zählte das Widukind-Museum 2017. Das waren etwa 400 weniger als im Jahr zuvor. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass 2016 ein Museumsfest stattfand, 2017 aber nicht. „Das macht 400 bis 600 Besucher aus", erläuterte Museumsleiterin Regine Krull jetzt im Haupt-, Kultur- und Finanzausschuss der Stadt Enger. „Die Besucher, die in Gruppen kamen, haben gegenüber dem Vorjahr etwas zugelegt, die Einzelbesucher sind etwas weniger geworden", berichtete die Leiterin. Insgesamt 345 Gruppen und 12 Schulklassen besuchten das Museum. Spezielles Programm für Kinder Ein „Renner" sind die Kindergeburtstage im Museum. Den Kleinen wird zu diesen Anlässen ein besonderes Programm geboten. Bei 49 Kindergeburtstagen lernten insgesamt 580 Jungen und Mädchen das Museum am Kirchenrundling kennen. Seit dem vergangenen Jahr bietet das Haus einen Audioguide für Kinder an. In altersgerechter Form werden Inhalte des Museums mit zusätzlichen Informationen und Filmclips einem jungen Publikum vorgestellt. Unterstützt wurde das Projekt von der Sparkasse Herford, vom Museumsamt Münster des Landschaftsverbandes, vom Förderverein des Museums und von der Heckewerth-Stiftung. Im vergangenen September stellten Matthias Rasche, Harald Wurm und Regine Krull den Audioguide auf einer Tagung in Münster zum Thema „Wie lernt man im Museum?" vor. Stadtführung mit Laterne ist beliebt Beliebt sind auch die Stadtführungen, die das Museum anbietet. Originell: Eine Laternen-Stadtführung beleuchtete die „finstere Seite von Enger". Im Museum bot das Team zudem „Nachtschichten für Familien" an – Kinder haben mit ihren Eltern oder Großeltern die Möglichkeit, nach Dienstschluss das Museum mit Taschenlampe zu erkunden und einen Schatz zu finden. Ein Highlight im Jahresprogramm sind die Curzweyl-Veranstaltungen, die regelmäßig auch Besucher aus Nachbarstädten anlocken. Herausragend war die Veranstaltung mit der international bekannten Pianistin Ragna Schirmer. Die beliebte Curzweyl-Reihe wird in diesem Jahr fortgesetzt. Ein Erfolg war auch die Veranstaltung „Enger klingt", die in Kooperation mit dem Neuen Forum Enger rund um die Stiftskirche stattfand. Kunsthandwerkermarkt weiter im Programm Beibehalten möchte Regine Krull auch den Kunsthandwerkermarkt, der im vergangenen Jahr zum zweiten Mal angeboten wurde. 2017 war das Jahr, in dem das Museum das Kinderbuch von Ulrike Kindermann und Wolfgang Oehme zum Sachsenherzog Widukind vorstellte. Der Titel lautet: „Widu, Witte, was für’n Kind?" Im Haupt-, Kultur- und Finanzausschuss erntete die Museumsleiterin – stellvertretend fürs ganze Team – viel Lob. „Sie machen das seit vielen Jahren mit großem Engagement", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Böske. „Ihr Jahresbericht zeigt, wie vielfältig das Museumsprogramm ist", betonte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ann Christin Klute. „Für jedes Alter ist etwas dabei", befand auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Regina Schlüter-Ruff. FDP-Fraktionsvorsitzender Berthold Dessin lobte die Kooperation der drei Engeraner Museen insbesondere bei der Erstellung des gemeinsamen Programmheftes.

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