Im hohen Bogen: Eine der großen Fräsen trägt den alten Straßenbelag ab. Der Asphalt fliegt über ein Förderband direkt auf eine Lkw-Ladefläche. Im Hintergrund kommt schon der nächste Laster. - © Ekkehard Wind
Im hohen Bogen: Eine der großen Fräsen trägt den alten Straßenbelag ab. Der Asphalt fliegt über ein Förderband direkt auf eine Lkw-Ladefläche. Im Hintergrund kommt schon der nächste Laster. | © Ekkehard Wind

Enger Ostumgehung Enger komplett gesperrt

Fahrbahnerneuerung: Im Ortskern von Enger kommt es aufgrund der Umleitung zu größeren Staus im Berufsverkehr

Ekkehard Wind

Enger. Die Verkehrsteilnehmer mussten einige Geduld aufbringen. Am Montagmorgen während des Berufsverkehrs staute es sich gewaltig in der Innenstadt. Zeitweise ging nichts mehr auf der Bünder-, Bahnhof- und Werther Straße. Der Grund: Die Vollsperrung der Ostumgehung. Strecke ist vier Kilometer lang Seit gestern wird die Straße grundlegend saniert. Zu diesem Zweck ist sie von der Einmündung Bielefelder Straße bis zum Kreisel Bünder Straße/Minden-Weseler-Weg komplett gesperrt. „Das ist schon eine größere Maßnahme", sagte gestern Sven Johanning, Sprecher der zuständigen Bielefelder Niederlassung der Landesbehörde Straßen.NRW. Die knapp vier Kilometer lange Fahrbahnerneuerung koste etwa eine Million Euro. Das beauftragte Straßenbau-Unternehmen hatte am Montag zwei große Fräsen eingesetzt, um den alten Belag von der Fahrbahn zu entfernen. Über ein Förderband flog das abgefräste Material sogleich auf die Ladeflächen der Lkw, die den Belag abtransportierten. „Das Auffräsen der vier Kilometer langen Strecke wird wohl eine Woche dauern", sagte Kolonnenführer Axel Laube. Aufgrund der nicht ausreichenden Breite der Ostumgehung müssten die Arbeiten unter Vollsperrung erfolgen, hatte Straßen.NRW im Vorfeld mitgeteilt. Dies bestätigte Axel Laube: „Aus Gründen des Arbeitsschutzes muss die Straße voll gesperrt werden." Es könnte kein Auto mehr vorbeifahren, weil der Sicherheitsabstand zu den Arbeiten eingehalten werden müsse. Deck- und Binderschicht müssen erneuert werden Nach Angaben von Sven Johanning müssen die obere Deckschicht, die Risse und Löcher aufweise, und auch die darunter liegende Binderschicht erneuert werden. Zum Schluss der Arbeiten bekommt die Ostumgehung eine neue Asphaltdecke. „Das wird ein hochbelastbarer Asphalt sein", sagt Laube und zückt seinen Taschenrechner. Nach seinen Berechnungen werden rund 420 Lkw-Ladungen notwendig sein. Arbeiten sollen bis 23. Juni dauern Falls notwendig, würden Arbeiten auch bis in die späten Abendstunden durchgeführt, kündigte Straßen.NRW an. Dadurch solle gewährleistet werden, dass die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden können. Die Fahrbahnerneuerung soll bis zum 23. Juni dauern. "Freuen, dass wir die Ostumgehung überhaupt haben" Großräumige Umleitungen in beiden Fahrtrichtungen seien ausgeschildert, betont die Landesbehörde. Innerörtlich wird der Verkehr über die Bünder Straße, Bahnhofstraße, Werther Straße umgeleitet – mit den Folgen, die sich am Montagmorgen einstellten. Der Verkehr kam teilweise zum Erliegen. Eine Engeranerin, die morgens auch im Stau gesteckt hatte, nahm es locker: „Klar ist es im Moment einfach nur voll. Aber wir können uns freuen, dass wir die Ostumgehung überhaupt haben. Sonst hätten wir ja immer so viel Verkehr im Ortskern."

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