In Pödinghausen: Der Landesbetrieb will die Fahrbahn der Jöllenbecker Straße im kommenden Jahr zwischen Gelber Weg und Sundernstraße erneuern lassen. Gleichzeitig will die Stadt Enger etwas für die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer tun. Foto: Ekkehard Wind
In Pödinghausen: Der Landesbetrieb will die Fahrbahn der Jöllenbecker Straße im kommenden Jahr zwischen Gelber Weg und Sundernstraße erneuern lassen. Gleichzeitig will die Stadt Enger etwas für die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer tun. Foto: Ekkehard Wind

Enger Jöllenbecker Straße soll
sicherer werden

Pödinghausen: „Landesbetrieb Straßen NRW“ saniert 2019 die Fahrbahn / Stadt will Verkehrsverhältnisse verbessern

Ekkehard Wind

Viele Jahre haben die Pödinghauser auf die Sanierung der teils maroden Jöllenbecker Straße gewartet. Immer wieder ließ der „Landesbetrieb Straßen NRW" Schlaglöcher notdürftig flicken. Jetzt hat der Landesbetrieb der Stadt Enger eine umfangreiche Deckensanierung der Ortsdurchfahrt für 2019 angekündigt – und zwar zwischen Gelber Weg und der Sundernstraße. „Wir sind sehr kurzfristig darüber informiert worden", sagte Bürgermeister Thomas Meyer in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses. Und man sei sehr überrascht gewesen über die zeitliche Nähe und das Ausmaß der Sanierung von insgesamt drei Landstraßen im Stadtgebiet. So sollen neben der Jöllenbecker Straße auch Teile der Meller und der Werther Straße saniert werden. Wegen der geplanten Deckenarbeiten des Landes bietet sich nach Angaben von Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser erstmalig seit Jahrzehnten für die Stadt Enger die Chance, die Nebenanlagen (Rad-/Gehweg), für die die Kommune zuständig ist, herzustellen oder zu erneuern. Ferner könnten Einmündungen neu gestaltet und insgesamt die Ortsdurchfahrten verbessert werden. Ortsdurchfahrt Pödinghausen Gemeinsam mit externen Planern hat die Stadtverwaltung den Ist-Zustand der Ortsdurchfahrt Pödinghausen unter die Lupe genommen. Dabei stellten sie folgende Defizite fest: Gehwege sind überwiegend nur einseitig vorhanden. Es gibt keine Querungsmöglichkeit für Fußgänger und keine sichere Führung des Radverkehrs. Die Einmündung der Sundernstraße ist kritisch für Linksabbieger. Um die Situation in Pödinghausen zu verbessern, sind vier unterschiedliche Varianten denkbar. Variante 1 – große Lösung: Auf der östlichen Seite wird ein durchgängiger Gehweg gebaut. Der Gehweg auf der westlichen Seite wird bis an die privaten Grundstücksgrenzen erneuert. In Höhe Ringsthofstraße/Braker Weg wird eine Querungshilfe mit Mittelinsel gebaut. Die Fahrbahn wird von derzeit 6 Meter auf 7 Meter verbreitert, damit der Radverkehr in beide Richtungen auf einem Schutzstreifen geführt werden kann. An der Einmündung der Sundernstraße in die Jöllenbecker Straße entsteht ein Kreisverkehr mit umlaufendem Gehweg.  Variante 2 – mittlere Lösung: Genau wie Variante 1 – nur wird auf der östlichen Seite kein durchgängiger Gehweg gebaut. Variante 3 – kleine Lösung: Wie Variante 2, nur wird die Fahrbahn nicht verbreitert. Der Radverkehr darf in Richtung Bielefeld weiter den Gehweg nutzen, in Richtung Enger wird ein Schutzstreifen auf der Straße geplant. Auf den Kreisverkehr wird verzichtet. Die Einmündung der Sundernstraße wird verkleinert und erhält einen Fahrbahnteiler. Variante 4 – ganz kleine Lösung: Nebenanlagen werden nicht verändert bzw. neu gebaut. Der Radfahrer fährt in Richtung Bielefeld weiter auf dem Gehweg und in Richtung Enger auf einem Schutzstreifen. Die Einmündung der Sundernstraße wird verkleinert und erhält einen Fahrbahnteiler. Nach Angaben von Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser wird die Stadt Enger noch in diesem Monat mit der Bezirksregierung über finanzielle Fördermöglichkeiten sprechen. In einer gemeinsamen Sitzung von Stadtplanungsausschuss und Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales soll das Thema vertieft werden.

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