Ausgewogene Ernährung: Chayenne (vorne v. l.) und Felix präsentieren den selbst gemachten Möhren-Apfel-Aufstrich, der auf Pumpernickel serviert wird. Gekocht und einiges gelernt haben auch Johanna (hinten v. l.), David, Haidara, Carla und Julian. - © Mareike Gröneweg
Ausgewogene Ernährung: Chayenne (vorne v. l.) und Felix präsentieren den selbst gemachten Möhren-Apfel-Aufstrich, der auf Pumpernickel serviert wird. Gekocht und einiges gelernt haben auch Johanna (hinten v. l.), David, Haidara, Carla und Julian. | © Mareike Gröneweg

Enger Gesunde Woche in der Grundschule Enger-Mitte

Lebensmittel: Der Tag für gesunde Ernährung bildet das Finale der Projektwoche an der OGS Enger-Mitte. Auf dem Lehrplan stehen nicht nur das Kochen und Zubereiten von gesunden Snacks, sondern auch Ess-Kultur

Mareike Gröneweg

Enger. Kinder lieben Kekse. Die sind jedoch in der Regel nicht gesund. Eine Ausnahme ist der Cookie aus dem Rezeptheft der Offenen-Ganztags-Schule (OGS) Enger-Mitte, die der ausgewogenen Ernährung eine Projektwoche gewidmet hat. Statt Zucker und Weizenmehl werden für den gesunden Cookie reife Bananen und Haferflocken verknetet. Müsli, Smoothies 
und selbst 
gebackenes Brot „Ich war erstaunt, wie viel die Kinder über Ernährung wissen", resümiert OGS-Leiterin Madlen Krieger. Sechs Gruppen bearbeiteten in der Projektwoche sechs Themen. Die drehten sich um Müsli, Smoothies und selbst gebackenes Brot. „Ich dachte nicht, dass das Essen so lecker wird", sagt die achtjährige Johanna. Ihr Lieblingsgericht: Der Möhren-Apfel-Aufstrich auf Pumpernickel. Das will Johanna zuhause mit ihren Eltern nachkochen. Am Mittwoch, dem Tag der gesunden Ernährung, stellten die Kinder ihre gesunden Snacks als Abschluss Eltern und Lehrern vor. Schnell verputzt wurden die sogenannten Energiepralinen. Kleine Kugeln aus Datteln und Mandeln, die in Back-Kakao gewendet werden, standen als kleine Nascherei bereit. Auch frische Gemüsesticks mit Dip kamen bei Kindern und Eltern gut an. Krieger: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder Rohkost viel lieber mögen als beispielsweise Salat." Von den 145 Grundschülern in Enger-Mitte sind 129 im offenen Ganztag. Und die Tendenz sei steigend. Daher spiele Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle im Schulalltag. Neben dem Kochen und Zubereiten der Mahlzeiten legten die Lehrer in der Projektwoche auch Wert auf das gemeinsame Essen. „Wir essen im Schnitt mit 35 Kindern in einem Raum. Da muss man auch auf die Ess-Kultur achten", findet Krieger. Für einige war der Umgang mit Lebensmitteln in der Grundschule nicht neu, denn für alle Drittklässler steht ein Kochkurs auf dem Stundenplan. Dort wird ihnen, so Krieger, der Umgang mit Lebensmitteln sowie Küchengeräten vermittelt. Da die OGS Enger-Mitte auch im Alltag auf ausgewogene Mahlzeiten achtet, wurden sie vom Institut für Gesundheitsförderung im Bildungsbereich zertifiziert.

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