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Lückenschluss: | © OpenStreetMap - Mitwirkende; Grafik Schultheiß

Enger Grüne wollen neuen Radweg südlich der Meller Straße nach Dreyen

Parallel zur Landesstraße soll der provisorische Radweg über die Nordhofstraße ausgebaut werden. Damit könnte die Stadt den Ausbau der L 712 sinnvoll flankieren

Andreas Sundermeier

Enger. Wann und ob ein Bürgerradweg an der Meller Straße zwischen der Einmündung Zur Hegge und dem Ortseingang Dreyen gebaut wird, steht derzeit in den Sternen. Planungen gab es dafür; auch die Möglichkeiten von Zuschüssen über ein Förderprogramm des Landes. Doch einige Besitzer von zum Bau notwendigen Grundstücken wollen nicht verkaufen. Jetzt haben sich die Grünen der Stadt eine Alternativroute überlegt. Und die stellen sie als Antrag am Montag, 12. März, im nächsten Ausschuss für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt vor. Sie wollen, dass das bisher provisorisch ausgebaute Stück Weg zwischen dem östlichen und dem westlichen Ende der Nordhofstraße ausgebaut wird. Es soll zudem beleuchtet werden. Eine sichere Verbindung Damit würde eine sichere Verbindung für die Radfahrer geschaffen, denen derzeit das Befahren der Meller Straße zwischen Enger und Dreyen zu gefährlich ist. Radfahrer könnten dann also innerhalb der geschlossenen Ortschaften auf speziellen Sicherheitsstreifen fahren und dann über den neuen Radweg sicher nach Dreyen und Enger gelangen. Parallel zum Antrag der Grünen wird im Ausschuss auch die geplante Instandsetzung von Landesstraßen durch Straßen NRW vorgestellt. Nach den Erläuterungen der zuständigen Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser steht im Jahr 2019 die Deckensanierung der Meller Straße, der L 712 von der Sattelmeierstraße, bis hin zur Ortsdurchfahrt Dreyen an. "Keinen Zweck, aufs Land zu warten" „Möglichst schnell", sagt Regina Schlüter-Ruff als Vorsitzende der Grünen-Ratsfraktion, soll die Ertüchtigung des Weges zwischen den beiden Teilen der Nordhofstraße umgesetzt werden. „Und es hat jetzt keinen Zweck, auf die Hilfe des Landes zu warten. Das muss die Stadt jetzt selbst gestalten. Und auch der Bürgerradweg ist im Moment eben kein Thema mehr." Dazu sagt Maik Babenhauserheide, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Die Nordhofstraße ist kein Ersatz für einen Radweg an der Meller Straße. Im Gegenteil. Sie stellt an sich einen wichtigen Bestandteil für das Fahrradwegenetz in Enger dar." Babenhauserheide hat Bürgerradweg im Blick Er hat den Bürgerradweg weiter im Blick: „Wir wollen den Druck für den Bau an der Meller Straße selbst aufrecht erhalten und gleichzeitig mit einer kurzfristig realisierbaren Maßnahme die Anbindung von Dreyen verbessern.” In ihrer Begründung zum Antrag schreiben die Grünen: „Das Gesicht der Stadt Enger ist von einem Zentrum und Stadtteilen geprägt, die größtenteils nicht über Bereiche geschlossener Bebauung miteinander verbunden sind. Die Wege durch unsere Stadt führen im wahrsten Sinne des Wortes über Land. Die Verkehrswege sind so für die Attraktivität von Enger von großer Bedeutung." Es dürfe keinen Stadtteil geben, der „abgeschnitten" oder nur auf unzumutbar gefährlichen Wegen erreichbar sei. Eine besondere Verantwortung trage die Stadt für die Schülerinnen und Schüler, die den Weg zur Schule auch via Fahrrad zurücklegen können sollten. Deshalb solle ein größeres Augenmerk auf die Nordhofstraße gelegt werden. Komfortablen Begegnungsverkehr ermöglichen Die Grünen schreiben: „Im jetzigen Zustand ist dieser Weg aber mehr Zumutung als attraktive Alternative. An einigen Stellen ist er kaum befahrbar, der Untergrund ist größtenteils mangelhaft, der Fahrstreifen zu schmal, um einen komfortablen Begegnungsverkehr zu ermöglichen, der auf einem kombinierten Rad- und Gehweg unvermeidbar ist."

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