122 Anmeldungen lagen der Realschule bis Freitag vor – das sind 11 weniger als im vergangenen Jahr - © Mareike Patock
122 Anmeldungen lagen der Realschule bis Freitag vor – das sind 11 weniger als im vergangenen Jahr
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Enger/Spenge Alle Schulen werden vierzügig

Anmelderunde beendet: Schulleitungen sind überwiegend zufrieden mit den Zahlen

Martina Chudzicki

Enger/Spenge. Mit einer satten Vierzügigkeit wird die Realschule Enger nach den Sommerferien in das neue Schuljahr starten. 122 Anmeldungen lagen der Schule bis Freitag vor – das sind 11 weniger als im vergangenen Jahr, als die Schule mit 133 Schülern und Schülerinnen in die Fünfzügigkeit ging. „Das haben wir in diesem Jahr knapp verpasst", sagt die stellvertretende Schulleiterin Beatrix Diel. So richtig glücklich ist sie über die Zahl der Anmeldungen nicht. Entweder etwas weniger oder einige mehr wären ihr lieber gewesen. Ab 130 Anmeldungen hätte die Schule wieder fünf Eingangsklassen bilden können, mit dann angenehmen Klassenstärken. „Jetzt werden wir knallvolle Fünfer haben", vermutet sie. Gymnasium startet vierzügig Endgültig entscheiden werde sich das aber erst in den nächsten Tagen. Erfahrungsgemäß würden noch Anmeldungen nachkommen. Abzuklären bleibe auch noch, wie viele Kinder aus den sogenannten internationalen Klassen des Widukind Gymnasiums, in denen Flüchtlingskinder auf den regulären Schulbesuch vorbereitet werden, an die Realschule wechseln werden. Möglicherweise komme dann doch noch eine Fünfzügigkeit dabei heraus. Auch das Engeraner Gymnasium startet mit einem vierzügigen Jahrgang fünf ins neue Schuljahr. Mit 102 liegen die Anmeldezahlen leicht unter denen des Vorjahres (108 Anmeldungen). Schulleiter Ulrich Henselmeyer freut sich, dass die künftigen Fünfer mit angenehmen Klassenstärken starten können. „Damit lässt es sich gut arbeiten", sagt er. G9 war ein großes Thema Die beschlossene Rückkehr des Gymnasiums von G8 zu G9 sei ein großes Thema bei den Eltern gewesen und „durchweg positiv aufgenommen" worden. Die neuen Fünftklässler starten nach den Sommerferien zwar zunächst noch nach dem G8-Lehrplan. „Doch der unterscheidet sich in diesem Jahrgang kaum von dem Lehrplan nach G9," betont Henselmeyer. Ab Klasse sechs wechseln die Kinder dann automatisch nach G9. Dass sich die Rückkehr zur alten Schulform nicht in gestiegenen Anmeldezahlen niedergeschlagen habe, liege unter anderem daran, dass es einen deutlichen Rückgang um ein Drittel bei den Anmeldungen aus Spenge gegeben habe. „Die Spenger Gesamtschule schafft es offenbar gut, die Schüler im Ort zu halten", sagt Henselmeyer. Das kann Hartmut Duffert, Leiter der Spenger Regenbogengesamtschule, nur bestätigen. Er hat eine „erfreuliche Steigerung" der Anmeldungen von Schülern und Schülerinnen aus Spenge festgestellt. „Die liegen um ein Drittel höher als in der Vergangenheit", sagt er. Von den insgesamt 96 neu angemeldeten Kindern werden allein 39 aus der eigenen Stadt kommen. Im letzten Schuljahr, so Duffert, seien das nur 27 gewesen. 86 Schüler in vier Beratungsgruppen Auch die Gesamtschule, neben der auslaufenden Realschule die letzte in Spenge verbleibende weiterführende Schule, wird das Schuljahr 2018/19 mit vier fünften Jahrgängen starten. Mit 86 SchülerInnen in vier „Beratungsgruppen" wird auch der Jahrgang 11 nach der Sommerpause starten. „40 davon wechseln intern in die Sekundarstufe II", sagt der Schulleiter. 46 kommen extern von anderen Schulen hinzu. „Die meisten davon kommen von den Realschulen in Enger, Spenge und Jöllenbeck", sagt Duffert. Mit etwa 20 bis 22 Schülern starken Klassen könne man angenehm in die Oberstufe starten. „Das ermöglicht ein entspanntes Arbeiten. Wir sind mit den Anmeldezahlen gut zufrieden", freut sich der Schulleiter.

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