Viel befahrene Landesstraße: Einen separaten Weg für Radfahrer und Fußgänger gibt es an der Meller Straße in Enger nicht. - © Mareike Patock
Viel befahrene Landesstraße: Einen separaten Weg für Radfahrer und Fußgänger gibt es an der Meller Straße in Enger nicht. | © Mareike Patock

Enger/Spenge Bürgerradweg in Enger
vorerst auf Eis

Projekt an der Meller Straße kann vorerst nicht realisiert werden / Besser sieht es an der Bünder Straße in Spenge mit einem Bürgerradweg aus

Mareike Patock

An der Meller Straße in Enger wird es wohl vorerst keinen Bürgerradweg geben: „Im Moment ist das Projekt auf Eis gelegt", berichtete die zuständige städtische Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser auf Anfrage der NW. Grund dafür sei, dass die erforderlichen Grundstücksflächen, die zum Bau der Anlage benötigt würden, derzeit nicht zu bekommen seien. Fahrrad-Demo organisiert Vor einigen Jahren war ein 16-jähriger Radfahrer bei einem Unfall auf der stark befahrenen Landesstraße lebensgefährlich verletzt worden. Das hatte die Forderung nach einem Radweg an der Meller Straße weiter befeuert. Die Engeraner hatten sich in jenem Sommer wochenlang für den Bau einer solchen Anlage stark gemacht. Unter anderem wurde eine Fahrrad-Demo organisiert, an der sich rund 200 Radler beteiligt hatten. Auch die Engeraner Politik hatte sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Für den Bau eines regulären Radwegs wäre das Land zuständig, da die Meller Straße eine Landesstraße ist. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte damals jedoch deutlich gemacht, dass es in absehbarer Zeit keine Möglichkeit gebe, ein solches Projekt an der Meller Straße zu realisieren. Einzige Option sei ein Bürgerradweg. Den müsste die Kommune umsetzen, würde dafür aber Zuschüsse vom Land bekommen. Woran es momentan scheitert Um den rund 600 Meter langen Bürgerradweg zwischen der Straße „Zur Hegge" und dem Ortseingang von Dreyen überhaupt bauen zu können, müsste die Stadt allerdings private Grundstücksflächen ankaufen. Diesbezüglich habe es auch Gespräche gegeben, sagte Nienhüser. „Aber wir konnten den Grunderwerb nicht abschließen und an dieser Situation hat sich nichts geändert." Sollten die Grundstücke irgendwann zur Verfügung stehen, könne man das Projekt Bürgerradweg wieder verfolgen. „Denn das Förderprogramm des Landes gibt es nach wie vor." Zunächst konzentriere sich die Stadt jetzt aber darauf, die Nebenanlagen in der Ortsdurchfahrt von Dreyen – am sogenannten Dreyener Eck – umzugestalten. Das Projekt soll laut Nienhüser in diesem Jahr umgesetzt werden.  Wie es in Spenge aussieht Besser sieht es in Spenge mit dem Bürgerradweg aus. Hier ist eine entsprechende Anlage an der Bünder Straße geplant. Der Bürgerradweg solle vom Hücker Kreuz stadteinwärts auf einer Strecke von rund 450 Metern entstehen, berichtete der städtische Fachbereichsleiter Bernd Pellmann. Dann schließe er an einen asphaltierten Mehrzweckstreifen an. Das Land fördert das Projekt seinen Angaben zufolge mit 50 Euro pro gebautem Quadratmeter. Das seien also in etwa 75.000 Euro. Sollten die Gelder für den Bau nicht ausreichen, müsste die Kommune Eigenmittel hinzuschießen. Wie teuer der Bürgerradweg an der Bünder Straße werden wird, dazu konnte Pellmann noch keine Angaben machen. Das Projekt sei noch nicht ausgeschrieben.  Radler auf dem Weg zum Hücker Moor Die Bünder Straße, die auch gern von Radlern auf dem Weg zum Hücker Moor genutzt wird, sei stark befahren, betonte Bürgermeister Bernd Dumcke. Mit dem Bau des Bürgerradwegs wolle man die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger auf der Strecke verbessern. Ziel sei es, die Anlage noch in diesem Jahr fertigzustellen.

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