Anno 2011 auf Mey’s Deele: Schon vor über sieben Jahren gab das Trio Infernale in Belke-Steinbeck drei Konzerte in Folge und die Musiker Jens Kosmiky (v.l.), Jens-Henning „Jenne" Gläsker und Sebastian Dold blickten auf ihre gemeinsame Zeit zurück: „Hier herrscht eine gemütliche Kneipenatmosphäre. So wie früher." - © Stefanie Boss
Anno 2011 auf Mey’s Deele: Schon vor über sieben Jahren gab das Trio Infernale in Belke-Steinbeck drei Konzerte in Folge und die Musiker Jens Kosmiky (v.l.), Jens-Henning „Jenne" Gläsker und Sebastian Dold blickten auf ihre gemeinsame Zeit zurück: „Hier herrscht eine gemütliche Kneipenatmosphäre. So wie früher." | © Stefanie Boss

Enger Das Trio Infernale löst sich auf

Die Party geht zu Ende: Am 7. April geben Jens-Henning Gläsker, Jens Kosmiky, und Sebastian Dold im Hiddenhausener Haus des Bürgers ihr Abschiedskonzert.

Enger/Hiddenhausen (nw). Die drei Vollblutmusiker Jens Kosmiky, Jens-Henning Gläsker und Sebastian Dold machen seit nunmehr 25 Jahren gemeinsam Musik. „Die einen nennen es Silberhochzeit, die anderen Lebenslänglich" scherzen die Mitglieder der Engeraner Band Trio Infernale ob der langen gemeinsamen Karriere. Um diese gemeinsame Zeit gebührend zu feiern, planen sie eine große, fröhliche Party am 7. April im Haus des Bürgers in Hiddenhausen. Das wird dann auch gleichzeitig der letzte Auftritt der drei als Trio Infernale sein. Zu Schulzeiten am Widukind Gymnasium Enger kreuzten sich die Wege der drei Entertainer erstmals bei „RockSplit"; seither gab es immer irgend eine Band oder Gruppierung, in der sie gemeinsam Musik machten. Den längsten und erfolgreichsten Zeitraum nimmt dabei das Trio Infernale ein. Kneipenmusik Anfangs als „Kneipenmusik" nach einer Probe im kultigen „Irrlicht" am Hücker Moor mehr zufällig gestartet, wuchs die Formation zu einem echten Party-Act, der fortan auch auf großen Bühnen und vor vielen Besuchern begeisterte. „Das machen wir so jetzt auch schon seit gut 20 Jahren", sinniert Gläsker. Viele schöne Erinnerungen seien vor, während und nach Ihren Auftritten entstanden, viele interessante Menschen haben die Musiker getroffen, viele außergewöhnliche Orte kennengelernt.  "Jetzt sind wir alle über 40" Allerdings gab es auch durchaus immer mal Momente, an denen es nicht so schön war: „Das Umziehen auf den Herrentoiletten wird mir am wenigsten fehlen", sagt Kosmiky. Und Dold ergänzt: „Auf das Auf- und Abbauen und die Schlepperei der Instrumente hätte ich auch gern verzichten können." Dazu kommen die Zeiten: „Früher waren wir jünger, da machte es uns nichts aus, von 18 Uhr bis 3 Uhr morgens Musik zu machen, danach bei Wind und Wetter die Klamotten ins Auto zu tragen und dann nach Hause zu fahren. Jetzt, wo wir alle über 40 sind, müssen wir uns diesen Stress nicht mehr unbedingt machen. Außerdem hat jeder von uns Frau, Kinder und einen ,normalen’ Beruf, und dafür sollte man ja auch noch genügend Zeit haben". "Es gibt wenige Stücke, die wir nicht gespielt haben" „Es gibt nur noch wenige Stücke, die wir uns im Laufe der Jahre noch nicht zu eigen gemacht haben", erklären die Musiker einhellig zu Jahresbeginn in einer urigen Kneipe sitzend. Und auch, wenn immer mal neue Songs dazukämen – der „Grundstock" des Repertoires besteht aus den goldenen Klassikern; und die habe die Band „durch". „Außerdem wollen wir keinen Gag zu oft bringen" oder an Qualität und Spielfreude verlieren. Die drei weit über OWL hinaus bekannten und aktiven Musiker verstehen sich nach all den Jahren noch immer prächtig und werden einzeln und gemeinsam auch in Zukunft noch Musik machen – allerdings nicht mehr als Trio Infernale.

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