Enger/Spenge Ratschläge fürs sichere Feuerwerk

Sensibilisiert: Stadtbrandinspektor rät zum vorsichtigen, rücksichtsvollen und vor allen Dingen nüchternen Umgang mit Raketen und Böllern

Andreas Sundermeier

Enger/Spenge. Wenn in der Silvesternacht wieder die Raketen den Himmel zur Jahreswende erhellen, dann gilt es einige Vorschriften und Tipps zu beachten. Engers Feuerwehrchef Michael Rogowski weist darauf hin, nur geprüfte Feuerwerkskörper zu verwenden. Außerdem: „Nicht direkt an Häusern zündeln, einen sicheren Stand für die Raketen suchen und die Knaller bei einer Fehlzündung liegen lassen". Sehr häufig sei die Engeraner Feuerwehr in den vergangenen Jahren zu Silvester ausgerückt. Oft brennen Mülltonnen, da Raketen und Böller zu früh entsorgt werden. Raketen glühen nach Der Stadtbrandinspektor erinnert sich an den Brand eines Carports, unter dem ein Wohnmobil stand. Verursacht war das Feuer wohl durch eine herunterfallende Rakete. „Die glüht oft noch so intensiv, dass dadurch noch ein Brand entstehen kann." Und so lautet sein Tipp: „Am besten lässt man die Raketen dort starten und zündet die Böller dort an, wo es keine dichte Wohnbebauung gibt" – wohlwissend, dass das eher nur ein frommer Wunsch bleibt. Denn die meisten Menschen böllern dort, wo sie wohnen. Feuerwehrleute seien an Silvester „sensibilisiert" und würden sich beim Feiern sehr zurückhalten. Denn die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes sei unbedingt gegeben. Nur nüchtern zünden „Grundsätzlich" rät Rogowski davon ab, Feuerwerkskörper unter Alkoholeinfluss zu zünden. Da sei die Gefahr einer Verletzung extrem hoch. Auch NRW-Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann rät in einer Pressemitteilung, in der anstehenden Silvesternacht nur geprüfte und zugelassene Feuerwerksartikel zu benutzen. „Insbesondere über das Internet werden immer wieder illegale Böller und Raketen gekauft, die eine unberechenbare Wirkung haben. Wer diese verbotenen Pyrotechnikartikel zündet, riskiert seine Gesundheit und sogar sein Leben", warnt Minister Laumann. Jedes Jahr komme es in der Silvesternacht zu schweren Unfällen, bei denen Menschen Augenlicht, Hörvermögen oder Hände verlören. Die Ursache sei meist ein zu leichtfertiger Umgang mit gefährlichen Knallkörpern. Das teilt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit. Auf CE-Kennzeichen achten Verbraucher könnten geprüftes und zugelassenes Feuerwerk unter anderem am CE-Kennzeichen und der Kennnummer der Prüfstelle erkennen. Der Kauf im namhaften Einzelhandel gebe zusätzlich Sicherheit. Auch in diesem Jahr sind wieder die Expertinnen und Experten der Bezirksregierungen unterwegs, um gefährliches Feuerwerk aus dem Verkehr zu ziehen, bevor es in die Hände der Verbraucher gelangt. Dabei kontrollieren sie auch die Einhaltung der Vorschriften für den Verkauf von Feuerwerk. Feuerwerksartikel der Kategorie F2 (Raketen, Kanonenschläge, Böller) dürfen nur an Personen ab 18 Jahren verkauft oder weitergegeben werden. Der Verkauf ist in diesem Jahr noch bis zum 30. Dezember erlaubt, das Abbrennen nur am 31. Dezember und 1. Januar.

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