Gut aufgestellt: Hildegard Broustin (v. l.), Kathrin Winter, Liesel Schröder, Gisela Probst, Peter Probst, Detlef Klute und Julia Moesker gehören zum Team des DRK-Kleiderladens. Insgesamt arbeiten hier zwölf Frauen und Männer ehrenamtlich. - © Andreas Sundermeier
Gut aufgestellt: Hildegard Broustin (v. l.), Kathrin Winter, Liesel Schröder, Gisela Probst, Peter Probst, Detlef Klute und Julia Moesker gehören zum Team des DRK-Kleiderladens. Insgesamt arbeiten hier zwölf Frauen und Männer ehrenamtlich. | © Andreas Sundermeier

Enger DRK-Kleiderladen ist ein Erfolgsmodell

Viele Stammkunden: In den ersten Monaten gingen über 5.200 Hosen, Blusen und Jacken über den Tresen

Karin Wessler

Enger. Der Kleiderladen des DRK an der Mathildenstraße in Enger öffnete erst vor einem guten halben Jahr seine Pforten und hat sich doch schon zu einem Erfolgsmodell entwickelt. „Wir sind derzeit gut im Rennen", so die Einschätzung des Leiters Detlef Klute. „Wir schreiben die ,schwarze Null’", erklärt er. „Die Einnahmen decken die Kosten." Und viele Menschen kommen hierher, um nach Oberbekleidung zu schauen. „Für zehn Euro kann sich hier jeder neu einkleiden – wenn er Unterwäsche und Socken selbst mitbringt", sagt Klute schmunzelnd. „Bei uns kann jeder einkaufen", betont Detlef Klute. Viele kommen nur zum Schauen. Aber in den ersten Monaten hat er über 1.500 zahlende Kunden gezählt. „Die haben insgesamt gut 5.200 Kleidungsstücke erworben – ohne die Sachen, die wir verschenken wie Bücher oder Spiele", erläutert Klute. „Es ist von Anfang an gut gelaufen." Dies mache aus seiner Sicht deutlich, dass die Möglichkeit, gebrauchte Kleidung einkaufen zu können, vor Ort nötig gewesen sei. „Es ist von Anfang an gut gelaufen. Es scheint, als hätten die Engeraner nur darauf gewartet, dass dieser Laden öffnet." Angeboten werden neben Oberbekleidung für Damen, Herren und Kinder auch viele Accessoires wie Gürtel, Schuhe, Handtaschen, Schals oder Schmuck. „Wir haben aber auch etwas Spielzeug und Bücher oder Bettwäsche und Handtücher im Angebot", erläutert Klute. Auch gibt es festliche Mode und lange Kleider. „Und alles zu Flohmarktpreisen." So gibt es Strickjacken und Blusen für drei Euro, Winterjacken für fünf Euro, Schuhe für zwei Euro. „Manches ist kaum getragen." Und die Auswahl ist groß – alle Größen, viele Farben. "Kleidung wird nicht verschenkt" Aber: „Die Kleidung wird nicht verschenkt", unterstreicht Detlef Klute. „Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun – Wertschätzung desjenigen, der die Kleidung zur Verfügung gestellt hat und Wertschätzung des Käufers, der die Kleidung erwirbt." Mit geschenkten Dingen, weiß Klute aus Erfahrung, gehe man anders um als mit selbst gekauften. „Unser Erfolg liegt aber darin begründet, dass uns die Kleidung zur Verfügung gestellt wird", möchte er allen Spendern ausdrücklich danken. Außerdem hänge es auch damit zusammen, dass sich zwischenzeitlich zwölf Freiwillige gefunden haben, die ehrenamtlich im Kleiderladen arbeiten. „Das macht es uns möglich, donnerstags und samstags zu öffnen", betont Klute. „Mit so viel Unterstützung sind wir gut aufgestellt", unterstreicht auch Kathrin Winter vom DRK-Ortsverein. „So können wir die zwei Öffnungstage pro Woche immer gut besetzen." Es sei stets ein harmonisches Arbeiten im DRK-Kleiderladen. „Spaß an der Sache ist unsere Motivation." „Reste gehen ins Recycling" Die Kleiderspenden werden oft direkt im Laden abgegeben oder aber in den DRK-Containern im Hof des Gebäudes deponiert. „Das sind dann die besten Stücke", so die Erfahrung von Kathrin Winter. Grundsätzlich dürfe aber jegliche Kleidung abgegeben werden. „Was nicht mehr zu verkaufen ist, geht ins Recycling", führt sie aus. „Das ist eine sinnvolle Weiterverwertung".

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