Vorschlag: So könnte sich die CDU das neue Freibad vorstellen. Die Skizze ist angelehnt an das Freibad in Bad Driburg. Rot eingezeichnet die Sanitärbereiche und Umkleiden. Diese Gebäude könnten auch im Süden des Geländes platziert werden. Gelb die mögliche Anbindung an den Beachclub. In der Mitte der beiden großen Becken soll ein Aufsichtsturm für die Schwimmmeister platziert werden. Grafik: CDU - © CDU
Vorschlag: So könnte sich die CDU das neue Freibad vorstellen. Die Skizze ist angelehnt an das Freibad in Bad Driburg. Rot eingezeichnet die Sanitärbereiche und Umkleiden. Diese Gebäude könnten auch im Süden des Geländes platziert werden. Gelb die mögliche Anbindung an den Beachclub. In der Mitte der beiden großen Becken soll ein Aufsichtsturm für die Schwimmmeister platziert werden. Grafik: CDU | © CDU

Bünde Freibad: Entscheidung steht bevor

CDU stellt Skizze und Planungen vor und hofft, damit eine Mehrheit im Stadtrat überzeugen zu können. Baubeginn könnte im Herbst 2019 sein

Stefan Boscher

Bünde. Es dürfte der erste Vorschlag zur Zukunft des Freibades sein, mit dem sich auch die ansonsten mehr als kritische Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Einrichtung anfreunden kann: Die CDU hat ihre Pläne konkretisiert, was und wann gebaut werden soll. Die wesentlichen Punkte erläuterte jetzt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Schuster: Die Wasserfläche beträgt aktuell rund 1.400 Quadratmeter. Daran soll sich auch nichts ändern. Ein 50 Meter langes Schwimmerbecken ist für die CDU also gesetzt. Ein kleineres Freizeitbecken könnte unter anderem zwei Rutschen und weitere Unterhaltungselemente beinhalten. Ein neuer 5-Meter-Turm samt eigenem Becken wird gebaut. Etwas abgetrennt von den großen Becken ist ein Planschbecken für die Kleinsten geplant. Die Umkleiden und Sanitärbereiche werden neu gebaut Eine Öffnung des Geländes im südöstlichen Teil schafft eine Anbindung an den Beachclub. Klar ist auch: Der Neubau des Bades soll so schnell wie möglich angegangen werden. Bäder-Geschäftsführer Alfred Würzinger rechnet mit einem Baubeginn nach der Saison 2019: „Irgendwann muss man Nägel mit Köpfen machen. Ich glaube, an diesem Punkt sind wir jetzt." Wenn alles gut läuft, stünde das neue Bad im Mai oder Juni 2020 dann zur Verfügung. Schneller werde man vermutlich nicht sein, so Würzinger, schon allein die notwendigen Formalien dauerten ihre Zeit, und auch Fördermittel sollen eingetrieben werden. Zunächst muss sowieso die Politik eine Grundsatzentscheidung treffen. Der Bürgermeister hält eine Abstimmung im Stadtrat im Herbst für realistisch Das soll bald geschehen, fordert Bürgermeister Wolfgang Koch: „Es war genug Zeit für die Politik, sich Gedanken zu machen." Er hält eine Abstimmung im Stadtrat im Herbst für realistisch. Im kommenden Jahr müssten die Bünder dann vermutlich noch eine Saison lang mit dem alten Bad leben. Um mehr Besucher anzulocken, könnte sich die CDU eine „signifikante Reduzierung der Eintrittspreise" vorstellen. Ohnehin reichen die Eintrittsgelder aktuell kaum aus, um die Kosten des Bades zu decken. Nur zwischen 10 und 15 Prozent der jährlichen Kosten können auf diese Weise gedeckt werden. „Wir können zufrieden sein, wenn diese Vorschläge so umgesetzt werden sollten", sagt Kai Könemann von der Freibadinitiative. Bei nahezu allen bisherigen Varianten hatte die Interessengemeinschaft Bedenken angemeldet, auch in diesem Fall habe man nicht alle Kritikpunkte beseitigen können, aber einen guten Mittelweg gefunden. „Das Ziel ist erreicht, ich kann mich zurückziehen", so Könemann. Ein Zehn-Meter-Turm soll übrigens nicht gebaut werden. Man sehe zwar das Alleinstellungsmerkmal, das man damit hätte. Jedoch stünde der Nutzen nicht im Verhältnis zu den hohen Bau- und Betriebskosten. Nach den Sommerferien soll eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Stadtverwaltung und der Politik die Arbeit aufnehmen, dann entscheidet der Stadtrat über einen Neubau. Anschließend stehen die Detailplanungen an. Klicken Sie auf das folgende Bild, um zum Dossier zur Zukunft der Bünder Bäder zu gelangen

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