Foto: Noah Wedel - © noah wedel
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Bünde Geld für neues Freibad wird zur Seite gelegt

Bäder GmbH: Gewinne sollen nicht an die Stadtkasse ausgeschüttet werden

Stefan Boscher

Bünde. Eine Entscheidung, wann mit einer Sanierung oder einem Neubau des Freibades zu rechnen ist, ist noch nicht getroffen. Die Betreiber des Bades treffen allerdings bereits Vorbereitungen, um die erwarteten Kosten dann stemmen zu können. Klar ist, die Millionen, die für eine Sanierung oder für einen Neubau benötigt werden, liegen nicht auf einem Bankkonto, sondern müssten zu einem Großteil über einen Kredit finanziert werden. Damit aber nicht die komplette Summe bei einer Bank aufgenommen werden muss, werden bereits Rücklagen gebildet, die dann für Investitionen ins Bad genutzt werden können. Betreiberin des Freibades und der Bünder Welle ist die Bünder Bäder GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Bünde. Hier sind organisatorisch auch weitere Beteiligungen der Stadt Bünde, unter anderem die Energie- und Wasserversorgung (EWB) und die Stadtverkehrsgesellschaft angegliedert. Das Geld soll dabei helfen, den städtischen Finanzen zu sanieren Und: Im Gegensatz zur Stadtkasse sind die Finanzen der Bäder GmbH deutlich besser. Das bedeutet: Im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von rund 680.000 Euro erwirtschaftet. Das Geld soll zurückgelegt werden, um für „die kommenden investiven Aufgaben" gerüstet zu sein, wie es in einem Schreiben von Geschäftsführer Alfred Würzinger heißt, das der NW vorliegt. Allerdings: Im Normalfall darf die Bäder GmbH den Gewinn nicht komplett behalten, sondern muss einen Anteil an die Stadt Bünde ausschütten. Das Geld soll im Rahmen des freiwilligen Haushaltssicherungskonzepts dabei helfen, die Stadtfinanzen zu sanieren. 250.000 Euro – diesen Betrag hat der Stadtrat als jährliche Gewinnausschüttung festgelegt. Vor dem Hintergrund der anstehenden hohen Investitionen unter anderem ins Freibad und in die Bünder Welle will man bei der GmbH diese 250.000 Euro lieber behalten und sie nicht an die Stadt überweisen. Der Stadtrat muss dem Wunsch der Bäder GmbH noch zustimmen. Klicken Sie auf das folgende Bild, um zum Dossier zur Zukunft der Bünder Bäder zu gelangen

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