Foto: Noah Wedel - © noah wedel
Foto: Noah Wedel | © noah wedel

Bünde SPD fordert Freibad-Neubau in Bünde für 2018

Zukunft der Bünder Bäder: SPD wirft dem politischen Gegner Aktionismus und Ignoranz vor. Es mache keinen Sinn, einen Neubau weiter hinauszuzögern

Stefan Boscher

Bünde. Mit einem regelrechten „Bäder-Aktionismus" versuche die CDU zu suggerieren, man kümmere sich in besonderem Maße um das Freibad, stellt die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kieper fest. Stattdessen beruhten die Pläne der CDU „im Wesentlichen auf der Ignoranz von fachlicher Kompetenz und Augenwischerei". Man sei nun an einem Punkt angekommen, so Kieper, „an dem es gilt, die dankenswerterweise von Bürgern eingereichten Ideen in die Planungen einzubeziehen und eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung für die Neugestaltung des Freibades zu treffen". Von „erforderlichen erheblichen Investitionen ins Freibad" spricht die SPD. Seit zwei Jahren sei man mit dem Thema nun bereits befasst. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren – was weitere Kostensteigerungen durch Verzögerungen nach sich ziehen würde – bedeutet dies für die SPD: „Schnellstmöglicher Beginn der Planungen eines kompletten Neubaus und Ausschreibungen sowie Baubeginn im nächsten Jahr mit dem Ziel einer deutlichen Attraktivitätssteigerung." Die CDU hatte jüngst vorgeschlagen, nur das Notwendigste zu reparieren, Rücklagen zu bilden und spätestens 2027 mit einem Neubau zu beginnen. SPD-Pläne fürs neue Bad: Bau eines 50-Meter-Beckens für sportlich orientierte Schwimmer Errichtung eines Nichtschwimmerbereiches „mit attraktiven Spiel- und Spaßgeräten, die insbesondere Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters ansprechen sollen" Bau eines maximal fünf Meter hohen Sprungturms Attraktivitätssteigerung der Liegewiese, unter anderem mit einem Spielbereich für Beach- Volleyball und Basketball und Spielgeräten Schaffung eines gastronomischen Angebots und Kiosks Einführung eines Veranstaltungskonzeptes, unter anderem könnten Nachtschwimmen, Lagerfeuer oder auch Wassergymnastik angeboten werden. Die Beteuerungen der CDU, den Bündern das Freibad erhalten zu wollen, „könnten angesichts ihres Zickzack-Kurses, den sie in Sachen Freibad über die Jahre und ganz besonders in den letzten Wochen gefahren ist, nicht überzeugen", ist sich Kieper sicher. Denn, so Kieper: „Die CDU hat vom Abriss und der Bebauung des Areals mit Luxuswohnungen bis zum wirtschaftlich vollkommen unsinnigen Weiterbetrieb unter Bewahrung des Status quo bis spätestens 2027 alles im Angebot." Bis auf das letzte Gutachten, das der Bürgermeister im Alleingang vergeben habe, habe die CDU sämtliche kostspieligen Gutachten mit in Auftrag gegeben, so Kieper. Mangels entsprechender Weitsicht sei sie aber offenbar nicht bereit, sich damit wirklich auseinanderzusetzen und die Schlussfolgerungen zu ziehen. „Denn anders ist nicht zu erklären, wie man die eindeutigen Aussagen des Gutachters, der eine Nutzung des Freibades auch im Hinblick auf die Einhaltung von Verkehrssicherungspflichten über 2018 hinaus nicht empfehle, außer Acht lassen kann", so Kieper. Abgesehen von den notwendigen Investitionen in die Technik, könne niemand sagen, ob die Folie angesichts der erfolgten Kernbohrungen überhaupt noch das nächste Jahr überstehe. Zu einem Weiter-So bis die Folie im Becken reißt oder der Beton einbricht, wie jetzt von der CDU geplant, hätte es der teuren Gutachten nicht bedurft. „Die vorgeschlagene Rücklagenbildung zur zukünftigen Finanzierung eines Freibadneubaus höre sich lediglich gut an, „führe aber zu keinem Euro mehr im Konzern Stadt Bünde, sondern lediglich zur Verschiebung aus dem Kernhaushalt zur Bäder GmbH." Dem Kernhaushalt werde so bis 2020 etwa eine Million Euro zur Konsolidierung fehlen. „Das ist das Prinzip rechte Tasche, linke Tasche", so die Fraktionsvorsitzende. Klicken Sie auf das folgende Bild, um zum Dossier zur Zukunft der Bünder Bäder zu gelangen

realisiert durch evolver group