Das Freibad in Bünde. - © Ingo Hecker
Das Freibad in Bünde. | © Ingo Hecker

Bünde Freibad-Sanierung erst 2027?

Neuer Vorschlag der CDU: Geld für einen Neubau erst einmal sparen, aber Rücklagen bilden. Nur das Nötigste renovieren und hoffen, dass das Bad noch lange hält

Stefan Boscher

Bünde. Die Bünder CDU konkretisiert ihre Vorschläge zur Zukunft des Freibades. Man wolle „mindestens den aktuellen Standard" erhalten, die Beckengröße beibehalten, kein ausschließliches Spaß- und Freizeitbad errichten und vor allem: Einen Neubau so lange wie möglich hinauszögern. Das geht aus einem Positionspapier der CDU hervor, das der NW vorliegt. Konkurrenz Man wolle, dass das Bad auch in Zukunft den Anforderungen des Deutschen Schwimmvereins entspricht. Dazu gehört für die CDU ein 50-Meter-Becken. „Ein Wettbewerb mit Wellness-, Spaß- und Freizeitbädern in der näheren Umgebung ist ausdrücklich nicht gewollt", heißt es in dem Positionspapier. Man strebe stattdessen an, dass „die Badegäste in einem aufgewerteten Nichtschwimmerbereich auf ihre Kosten kommen". Dieses Vorgehen „ergänzt behutsam die Nutzungsmöglichkeiten" des Bades, so die CDU. Größe Trotz des großen 50-Meter-Beckens sei die Wasserfläche in Bünde nicht zu groß, so das Urteil der CDU. Man liege 40 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt der Freibäder. Aus diesem Grund sollte „eine Verringerung der Wasserflächen nicht stattfinden". In diesem Punkt geht die CDU auf Distanz zu einem vorliegenden Gutachten, das zu dem Ergebnis kommt, dass bei den derzeitigen Besucherzahlen die Wasserfläche des Freibades um mehr als die Hälfte reduziert werden kann und sie dann immer noch ausreichend wäre. Kosten Das Bad entspreche „erkennbar nicht den aktuellen Baustandards", so die CDU. Mindestens 2,5 Millionen Euro müssen für eine Sanierung eingeplant werden. Diese Summe ist die CDU im Moment nicht gewillt, auszugeben. Stattdessen: „Sollte das Bad mit 100.000 bis 150.000 Euro Erhaltungsinvestition für den weiteren Betrieb aufzurüsten sein, sollte diese Variante gewählt werden. Andernfalls ist ein sofortiger Neubau in Erwägung zu ziehen", so die CDU. Der Begriff „sofortiger" ist allerdings zeitlich nicht festgelegt. Um für einen Neubau finanziell gerüstet zu sein, soll die EWB jährlich bis zu 200.000 Euro zurückstellen. Die Neubauphase soll nach den Vorstellungen der CDU spätestens in zehn Jahren – also im Jahr 2027 – beginnen. „Ein stufenweiser Ausbau des Bades ist denkbar, so dass zum Beispiel die Funktionsräume bereits vorher neu gebaut werden." Kiosk Das gastronomische Angebot müsse „kurzfristig wieder gewährleistet werden" , so die Meinung der CDU. „In junger Vergangenheit hat sich im Steinmeisterpark ein attraktives, saisonales Gastronomieangebot etabliert, welches von den Bündern und den Bürgern umliegender Gemeinden gut angenommen wird", heißt es in dem Schreiben. Und weiter: „Es ist kurzfristig anzustreben, dass die Bewirtung des Freibades von der Seite des Steinmeisterparks durch den Betreiber des Beachclubs sichergestellt wird. Zur Planungssicherheit soll mit dem Betreiber ein Fünf-Jahres-Vertrag für den Beachclub und die Badbewirtung abgeschlossen werden." Danach soll geprüft werden, ob das Konzept aufgegangen ist, oder ob ein Neubau des Kiosks im Bad sinnvoller wäre. Zukunft Man erkenne „die Notwendigkeit eines adäquaten Bäderangebots" an, so die CDU, die sich zu den Standorten Ennigloh und Mitte bekennt. Man fordere „Schulen, Vereine und weitere Initiativen auf, das attraktive Angebot für den Schul- und Vereinssport umfangreich zu nutzen, um die Gesundheit und die Schwimmfertigkeiten zu fördern. Hierfür bietet das Schwimmbad bereits ein gutes Angebot." Klicken Sie auf das folgende Bild, um zum Dossier zur Zukunft der Bünder Bäder zu gelangen

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