Sie sind die Gesichter von "Wir für Lukas": Peter Hennig (v. l.), Volker Niehaus, Thomas Beinke, Helene Siebert und Anke Harlos bilden den Vorstand des Fördervereins. - © Foto: Björn Kenter||
Sie sind die Gesichter von "Wir für Lukas": Peter Hennig (v. l.), Volker Niehaus, Thomas Beinke, Helene Siebert und Anke Harlos bilden den Vorstand des Fördervereins. | © Foto: Björn Kenter||

Bünde So unterstützt der Verein "Wir für Lukas" das Gemeindeleben

Der Förderverein der Kirchengemeinde Holsen-Ahle gibt einen Einblick in die Arbeit der Mitglieder

Björn Kenter

Bünde. Zuschüsse für Gottesdienste, eine Musikanlage für den Jugendraum, Spielgeräte oder Blumen für den Altar - für diese und zahlreiche weitere Anschaffungen leistet der Förderverein "Wir für Lukas" der Ev.-Lutherischen Kirchengemeinde Holsen-Ahle seit elf Jahren einen erheblichen Beitrag. Insgesamt sind seit der Gründung 2006 rund 130.000 Euro zusammengekommen, die der Gemeinde in vielfältiger Hinsicht zugute kommen. "Derzeit haben wir exakt 157 Mitglieder", sagt Thomas Beinke, der seit der Vereinsgründung als Vorsitzender fungiert. Ihm zur Seite stehen als stellvertretender Vorsitzender Volker Niehaus, Schatzmeisterin Helene Siebert, Schriftführerin Anke Harlos und Beisitzer Peter Hennig. Besonderen Wert legen Thomas Beinke und seine Mitstreiter auf eine möglichst breitgefächerte Förderung. "Wir unterstützen nicht nur Musik oder nicht nur die Jugendarbeit, sondern möchten das Gemeindeleben rund um die Kirche fördern", betont der Vorsitzende. Ein fester Bestandteil ist beispielsweise seit Jahren der beliebte Gottesdienst "Lukas Live", den der Verein jährlich mit 500 Euro bezuschusst. Auch die Druckkosten für den Gemeindebrief übernimmt der Förderverein. Bei der Gründung vor elf Jahren war "Wir für Lukas" einer der ersten Vereine dieser Art. Mitauslöser waren die Kürzungen der finanziellen Unterstützung der Gemeinde durch den Kirchenkreis Herford. "Vor allem im Bereich der Personalkosten wurde damals drastisch reduziert", erinnert sich der Vorsitzende. So beteiligt sich der Förderverein jedes Jahr mit einem vierstelligen Betrag an der Finanzierung der Küsterstelle der Lukaskirche und übernimmt auch einen Teil der Personalkosten für Mitarbeiter des CVJM. Zudem werden CVJM-Mitarbeiterschulungen jährlich bezuschusst. "Der Förderverein, die Kirchengemeinde und der CVJM teilen sich hier die Kosten", so Beinke. Die Zusammenlegung der Kirchengemeinde Holsen-Ahle mit der Kirchengemeinde Ennigloh zur Philippus-Gemeinde im Januar 2010 hat die Arbeit des Vereins nicht beeinträchtigt. "Der Bezug zur Gemeinde ist auf jeden Fall da, wir kümmern uns allerdings schwerpunktmäßig um Holsen-Ahle", so Beinke. Ein besonderes Geschenk gibt es vom Verein für Kinder aus Holsen-Ahle, die in der Lukaskirche getauft werden. "Jeder Täufling erhält von uns eine Kinderbibel", freut sich Beinke über diese Besonderheit. Besondere Veranstaltungen, um Gelder zu erlösen, hat der Verein nicht. Die Finanzierung erfolgt über die Beiträge der Mitglieder, die ein Minimum von 2 Euro pro Monat bezahlen, und über Spenden. Welche Maßnahmen unterstützt werden, wird in der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung entschieden. "Wir stellen dann die geplanten Maßnahmen vor, aber auch die Versammlung kann Vorschläge machen", erklärt der Vorsitzende. Der Vereinsvorstand habe jedoch auch die Möglichkeit, kurzfristig Gelder bereitzustellen. "Bis zu einem Betrag von 3.000 Euro können wir die Mittel ohne die Mitgliederversammlung freigeben", so Volker Niehaus. Wer sich als Mitglied engagieren will, kann dies übrigens auf die klassische Weise tun. Die Mitgliedsanträge gibt es nicht im Internet, sie liegen in der Lukas-Kirche aus.

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