Übergabe des Vereinsbanners: Horst Hartmann (v. l.), Kerstin Ottensmeier, Michael Busolt, Astrid Neuhäuser und Ex-Schriftführerin Petra Rullkötter. - © Privat
Übergabe des Vereinsbanners: Horst Hartmann (v. l.), Kerstin Ottensmeier, Michael Busolt, Astrid Neuhäuser und Ex-Schriftführerin Petra Rullkötter. | © Privat

Kirchlengern Der Verein, der das kulturelle Leben in Kirchlengern fördert

Seit Juli dieses Jahres fungieren Astrid Neuhäuser und Michael Busolt gemeinsam als Vorsitzende

Björn Kenter

Kirchlengern. Seit Juli dieses Jahres hat "Kultur offensiv" in Kirchlengern einen neuen Vorstand. Als gleichberechtigte Vorsitzende führen Astrid Neuhäuser und Michael Busolt den Verein und wollen auch in Zukunft die Bürger der Elsegemeinde für verschiedene kulturelle Angebote begeistern und einbinden.

Nachdem bei der Jahreshauptversammlung im April kein neuer Vorstand gefunden werden konnte, hatte dem Verein mit 130 Mitgliedern zwischenzeitlich die Auflösung gedroht. Der scheidende Vorsitzende Horst Hartmann bat unter anderem Birgit Schwidde-Koebke, Leiterin des Grundschulverbunds Elseaue, um Unterstützung. So kam der Kontakt zu Astrid Neuhäuser, Lehrerin am Grundschulstandort Kirchlengern, zustande. "Nach einem Gespräch mit Horst Hartmann haben Michael Busolt und ich uns nach kurzer Bedenkzeit dazu entschlossen, den Vorsitz zu übernehmen", blickt Neuhäuser zurück. "Entscheidend für uns war, dass wir das gemeinsam als gleichberechtigte Vorsitzende übernehmen", betont Neuhäuser, die wie Michael Busolt seit drei Jahren in Häver wohnt. Unterstützung erhält das Duo von Schriftführerin Sabine Große-Loheide und Schatzmeisterin Kerstin Ottensmeier, auch Horst Hartmann steht dem Verein noch mit Rat und Tat zur Seite.

Erste Aktivität unter dem neuen Vorstand war ein Ausflug im Oktober zur Aufführung des Stückes "Terror" im Bielefelder Stadttheater, im November folgte unter anderem ein Skatturnier in der Gaststätte "Myer zwo" in Stift Quernheim und ein Wohnzimmertheater.

Die neue Doppelspitze möchte künftig die Menschen in Kirchlengern dazu animieren, auch selber kulturell aktiv zu werden. "Wir möchten gerne eine Entwicklung in diese Richtung antriggern", sagt Neuhäuser. So soll eine Hälfte des Programms aus der Unterstützung von eigenen kulturellen Aktivitäten bestehen, die andere Hälfte aus dem Besuch von Veranstaltungen, die sich mit der Kunst anderer Menschen befassen.

"Die Leute sollen den Mut haben, etwas auszuprobieren. Es muss natürlich nicht perfekt sein, wir sind für verschiedene Stilrichtungen offen", möchten die beiden Vorsitzenden möglichst vielen Menschen ein ansprechendes Umfeld bieten und persönliche Entfaltung ermöglichen.

"Ein Schwerpunkt ist sicherlich, Theateraufführungen zu schauen oder selber zu machen, doch für uns gehören auch die Imkerei oder der Besuch beim Schäferhundeverein dazu", betont Neuhäuser. "Wer Spaß daran hat, sich kulturell zu engagieren und in dieser Hinsicht Ideen hat, kann gerne auf uns zukommen", so Neuhäuser, die vor allem bei Jugendlichen das Interesse für Kultur wecken und eine gewisse Nachhaltigkeit fördern möchte. Als zukünftiges Projekt haben Neuhäuser und Busolt einen Skulpturenweg in Kooperation mit der Nachbarstadt Löhne an der Ulenburg im Blick.

Begeistert sind die beiden Vorsitzenden übrigens vom kommunalen Kino Lichtblick. "Die machen ein tolles Programm, das ist wirklich sehr gut", lobt Neuhäuser.

Michael Busolt, beruflich als Psychotherapeut tätig, hat für den Verein neben einem neuen Logo auch eine neue Webseite erstellt, die alle Informationen über die Arbeit von Kultur offensiv enthält. Wer mitmachen oder sich einfach nur über die Vereinsarbeit informieren möchte, kann sich per E-Mail an info@kulturoffensiv.de oder per Telefon unter (0174) 1 76 23 57 an die Vorsitzenden wenden.

Information

Die nächsten Veranstaltungen von Kultur offensiv

  • Das nächste Projekt steht am Samstag, 14. Januar, kommenden Jahres auf dem Programm. Dann lädt der Verein zu einem Besuch der Ausstellung „Der fremde Raum" im Herforder Marta ein.
  • Dort zeigen acht Künstler aus sieben Ländern, zu welcher Gestaltung die dekonstruktivistische Architektur des Museums inspirieren kann – raumgreifende, raumändernde Installationen.
  • In Anlehnung an die Ausstellung veranstaltet der Verein am Sonntag, 22. Januar, eine Lesung unter dem Motto „Vertonte Architektur".
  • Dann lesen Petra Rullkötter und Hans Gerhard Busse aus dem Roman „Das graue Tuch und 10 Prozent Weiß" von Paul Scheerbart. Für die musikalische Begleitung sorgt die Organistin Friederike Beckmann mit Jazz auf der Orgel und experimenteller Musik auf dem E-Piano.

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