Jolanta Kamala zeigt ein Foto von Makuo, der wegen eines Herzfehlers operiert werden muss. In seiner Heimat Nigeria ist das nicht möglich. - © FOTO: GERALD DUNKEL
Jolanta Kamala zeigt ein Foto von Makuo, der wegen eines Herzfehlers operiert werden muss. In seiner Heimat Nigeria ist das nicht möglich. | © FOTO: GERALD DUNKEL

BÜNDE/BAD OEYNHAUSEN/BAD MEINBERG Makuo braucht dringend Hilfe

Ehrenamtliches Team sammelt Spenden für Operation von herzkrankem Jungen

VON DIETER SCHNASE

Bünde/Bad Oeynhausen/Bad Meinberg. Traurig sieht er aus, der kleine Makuo aus Nigeria. Ob der Dreijährige eine Zukunft hat, wird sich erst in den nächsten Wochen ergeben. Makuochukwu, so sein kompletter Vorname, ist mit einem schweren Herzfehler auf die Welt gekommen.

"Ohne fremde Hilfe würde er nicht mehr lange leben", weiß Jolanta Kamala aus Bünde, die zusammen mit anderen hilfsbereiten Menschen dem Jungen eine Operation im Herzzentrum in Bad Oeynhausen ermöglichen möchte.

Makuo musste trotz seines jungen Alters schon sehr viel Leid ertragen. Er wächst wegen seines Herzfehlers nicht wie gesunde Kinder auf. "Makuo wird beim Spielen sehr schnell müde. Er hat Atemnot", so das Team aus Privatpersonen in seinem Spendenaufruf. Ohne die Operation würde er nicht einmal das Schulalter erreichen. Makuo wurde als Baby in einem Waisenhaus in seinem Heimatland abgegeben. Trotz seiner beiden Schicksale hat er großes Glück. "Eine liebevolle Familie adoptierte ihn und setzt alles daran, sein Leben zu retten", erläuterte Jolanta Kamala im Gespräch mit der Neuen Westfälischen.

Über Pastor Chibuzo Agu aus Horn-Bad Meinberg, ein gebürtiger Nigerianer, hat die Bünderin von dem Leid des Jungen erfahren. Andere ebenfalls. So gehört zum Team auch ihr Mann Andreas, Pfarrer Dr. Joachim Nowak von der St. Aloysius Gemeinde in Dortmund, Ulla Schulz, ebenfalls aus Dortmund, und Dagmar Löchel aus Detmold. Die ehrenamtlich tätigen Menschen, die wie Makuo alle der katholischen Kirche angehören, wollen Spenden sammeln, um so den komplizierten und kostspieligen Eingriff möglich zu machen.

Dabei haben sich Ärzte im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen schon bereit erklärt, die Operation schnellstmöglichst durchzuführen. Die hohen Kosten der Klinik von etwa 30.000 Euro kann Makuos Familie nicht selbst aufbringen. Erfreulicherweise will sich auch das Herzzentrum an der Aktion beteiligen, indem es schon jetzt auf einige Behandlungskosten verzichtet. Der Herzfehler war zwar in Nigeria diagnostiziert worden. Für eine Operation des Jungen fehlen in dem afrikanischen Land aber die Voraussetzungen.
Hinzu kommen noch weitere Aufwendungen. "Der Flug und die Unterbringung der betreuenden Personen müssen ebenfalls finanziert werden", sagt Jolanta Kamala, die sich auch noch auf anderen Gebieten ehrenamtlich engagiert. Der kleine Makuo soll von Mitgliedern seiner Familie begleitet werden. Die Bünderin hofft wie ihre Teamkollegen, dass sie die erforderliche Summe zusammen bekommen und die konsularischen Angelegenheiten - ein Visum ist erforderlich - nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Die hat Makuo nämlich nicht.

www.rettet-makuo.de

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