Hündin erstickte unter Qualen

Tierschützer setzten 2.000 Euro Belohnung aus

Bünde (tcg). Die Entrüstung über die Tötung einer Schäferhündin am Doberg (Die NW berichtete) erfasst die gesamte Republik. Nachdem die Boxernothilfe Deutschland mit Sitz in Hiddenhausen 500 Euro Belohnung ausgesetzt hat, um Hinweise auf den Täter zu motivieren, steuert nun auch die international tätige Tierrechtsorganisation PETA den gleichen Betrag bei. "Mit den Spenden aus der Region können wir eine Belohnung von 2.000 Euro aussetzen erklärt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Herford Renate Siekkötter auf Anfrage der NW.

Am 28. August war das qualvoll verendete Tier von Spaziergängern am Doberg gefunden worden. Der oder die Täter , die sich der Sachbeschädigung und Tierquälerei schuldig gemacht haben, hätten eine Spezialfolie verwendet, um der Hündin die Schnauze zu fixieren, berichtet Polizeipressesprecher Rainer Koch. "Mit dem Material sichert man eigentlich Palettenladungen, weil die Folie selbstständig schrumpft und sich festzieht", sagt Koch. Das Tier sei elendig erstickt, weil der Hündin nur noch die Nasenlöcher geblieben seien, um zu atmen.

Koch und Siekkötter verweisen auf die hochsommerlichen Temperaturen der letzten Augusttage, die das Martyrium des Tieres zusätzlich verstärkt hätten. "Weil Hunde ihre Körpertemperatur hauptsächlich übers Hecheln regeln, muss die Hündin unsäglich gelitten haben", ist sich Siekkötter sicher. Rainer Koch kann sich an keinen vergleichbaren Fall erinnern. Er berichtet, dass es dem Tier im Todeskampf gelungen sei, die graue-weiße Kordel zu zerreißen, mit dem es an einem Baum gebunden worden sei. Noch fehle der Polizei ein Fahndungsansatz, erklärt Koch. Renate Siekkötter kündigte an, dass die Abgabeprotokolle sämtlicher Tierheime in der Region geprüft würden, um herauszufinden, ob die Hündin bekannt sei.

Die Bünder Tierschützerin Petra Mohnke-Bröder plant eine Plakataktion, falls die Polizei keinen Verdächtigen finden sollte. Sie hofft nun, dass an der Hundeleine Spuren haften, die helfen, den Täter zu überführen. Hinweise nimmt die Polizei in Bünde unter Tel. (05223) 1870 entgegen.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group