Viele Gäste: Zur Einweihung dieser Millionen-Investition war die Gästeliste entsprechend lang. Hier wird die Presse in Betrieb genommen.|| - © GERALD DUNKEL
Viele Gäste: Zur Einweihung dieser Millionen-Investition war die Gästeliste entsprechend lang. Hier wird die Presse in Betrieb genommen.|| | © GERALD DUNKEL

Bünde/Enger Drekopf weiht neue Presse in neuer Halle ein

Millionen-Investition in den Standort Bünde: Das Recyclingunternehmen Drekopf hat am Mittwoch ein neues Gebäude eingeweiht, in dem eine der größten Ballenpressen steht, die Papier und Kunststoff gleichzeitig verarbeitet

Gerald Dunkel

Bünde/Enger. In den vergangenen Jahren ist das Gelände des Recyclingunternehmens Drekopf an der Engerstraße gewachsen. Ein Teil davon liegt auf Engeraner Gebiet. Am Donnerstag wurde eine neue Halle eingeweiht und eine moderne Presse in Betrieb genommen, die Papier und Kunststoff gleichzeitig verarbeiten kann. Mehr als 1 Million Euro hat Drekopf darin investiert. "Mit der neuen Großpresse ergibt sich ein interner Arbeitsvorteil", sagte Uwe Bartsch, Assistent der Geschäftsleitung des Drekopf-Konzerns, der seinen Hauptsitz in Mönchengladbach hat. Die Maschine kann von beiden Seiten beladen werden - Kunststoff auf der einen, Papier auf der anderen Seite. "Das ergibt in der täglichen Arbeit eine Zeitersparnis, weil hier gleich zwei Systeme in einem arbeiten", so Bartsch. Bei der neuen Anlage handele es sich um das "Flagschiff" in der Recyclingbranche. Umgeben ist sie von der neuen 60 mal 25 Meter großen Halle. Mit der Investition von 1,3 Millionen Euro habe das Unternehmen Drekopf ein deutliches Zeichen zur Stärkung des Mittelstandes hier in der Region gesetzt, machte Uwe Bartsch deutlich. "Hier wird investiert." Der Bau ging schnell vonstatten, denn mit der Planung hatte das Unternehmen erst Mitte 2016 begonnen. Innerhalb von nur drei bis vier Monaten stand die Halle und in drei Wochen wurde die neue Großpresse installiert, die Firmenpatriarch Werner Haubrichs in Betrieb nahm. Die Presse entspreche allen modernen Standards in der Recyclingbranche. In Bünde arbeiten etwa 70 Mitarbeiter bei Drekopf. Das Unternehmen firmierte bis vor 20 Jahren noch unter dem Namen Preiß und schloss sich dann der Drekopf-Gruppe an. Niederlassungsleiter in Bünde ist Tristan Preiß. "Unser Firmengelände hat eine Fläche von etwa 35.000 Quadratmetern", so Preiß. Anfänglich waren es knapp 10.000. Etwa ein Drittel der heutigen Fläche liegt auf dem Gebiet der Stadt Enger. Insgesamt arbeiten für den mittelständischen Drekopf-Konzern heute 700 Menschen in 14 Gesellschaften an 17 Standorten in Deutschland. Die Zentrale befindet sich in Mönchengladbach. Aber nicht nur das Recycling und die Entsorgung gehören zum Angebot. Auch die Archivierung oder Vernichtung von Akten oder auch der Kanalservice. In den vergangenen 20 Jahren ist die Bünder Niederlassung auch außerhalb des Stadtgebiets von Bünde und Enger weiter gewachsen. So betreibt das Drekopf-Recyclingzentrum Bünde seit 2008 einen weiteren Betrieb in Bielefeld. Dort werden ausschließlich Folien und Kunststoffe sortiert und verarbeitet.

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