Singen und Leben retten: Ein Teil der Evangelischen Jugend Spradow mit Nadine Drosselmeyer (Mitte), Kathrin Drees (Jugenpresbyterin, hi. rechts) und Pfarrer Christoph Harder. - © GERALD DUNKEL
Singen und Leben retten: Ein Teil der Evangelischen Jugend Spradow mit Nadine Drosselmeyer (Mitte), Kathrin Drees (Jugenpresbyterin, hi. rechts) und Pfarrer Christoph Harder. | © GERALD DUNKEL

Bünde Evangelische Jugend spendet Geld für DKMS

Erlös des Martinssingens: Katechumenen und Mitarbeiter der Jugendarbeit in Spradow überreichen einen symbolischen Scheck an die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei

Gerald Dunkel

Bünde. 1.070 Euro hat die Evangelische Jugend Spradow beim Martinssingen Anfang November in der Gemeinde gesammelt. Die Hälfte davon kommt der eigenen Jugendarbeit zugute. Die andere Hälfte einem Zweck, der Menschen das Leben retten kann. 535 Euro spendeten die Jugendlichen an die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei (DKMS), die damit unter anderem Typisierungen finanzieren kann, also Untersuchungen, die nötig sind, um jemanden als Spender von Knochenmark für einen an Leukämie erkrankten Menschen zu identifizieren. 2004 spendete Nadine Drosselmeyer aus Rödinghausen zum ersten - und bisher einzigen - Mal Knochenmark und rettete damit einer gleichaltrigen Griechin, die an Blutkrebs litt, das Leben. Daraus ist eine enge Freundschaft entstanden und die beiden Frauen besuchen sich seit dem gegenseitig. Geld, das gut angelegt ist, weil es Leben retten kann "Zwei Jahre nach der Spende bleiben Spender und Empfänger anonym. Erst dann ist es möglich, dass beide Kontakt zueinander aufnehmen" erzählt Nadine Drosselmeyer. Dazu müssen beide zustimmen. Mit dem Geld, das die jungen Katechumenen und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Jugendarbeit beim Martinssingen gesammelt haben, kann die DKMS beispielsweise Typisierungen finanzieren, von denen jede einzelne 50 Euro kostet. "Die Gewebeentnahme für die Typisierung ist heute nicht mehr als ein Abstrich mit einem Wattestäbchen im Mund", erklärt Nadine Drosselmeyer und entgegnet damit dem Mythos, dass dafür eine Blutentnahme nötig ist. Erst später, wenn jemand als Spender infrage kommt, werden in den meisten Fällen die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Nadine Drosselmeyer nahm den Spendenscheck stellvertretend für die DKMS von der Evangelischen Jugend in Spradow entgegen. Gut angelegtes Geld, das das Leben von Kranken retten kann.

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