Freuen sich auf interessierte Besucher: Marlies Hinck (v.l.), die Erzieherinnen Brigitte Hagebäumer und Irene Arnold und Initiatorin Annegret Niehaus-Bergmann. - © Hans-Joachim Güttler
Freuen sich auf interessierte Besucher: Marlies Hinck (v.l.), die Erzieherinnen Brigitte Hagebäumer und Irene Arnold und Initiatorin Annegret Niehaus-Bergmann. | © Hans-Joachim Güttler

Bünde Martin Luthers Leben und Wirken in der Lukaskirche Holsen-Ahle

Ohne Gesicht: Egli-Figuren erzählen in der Kirche in 14 Stationen vom großen Reformator. Einen Gesichtsausdruck lassen sie aber vermissen. Bis zum 26. November ist die Ausstellung zu sehen

Hans-Joachim Güttler

Bünde. Wer genauer hinsieht, wird zunächst überrascht sein; denn die Egli-Figuren haben kein Gesicht. Doch dies ist ein typisches Kennzeichen dieser Figuren, weil es auf ihre Körperhaltung ankommt und diese würde durch einen bestimmten Gesichtszug eingeschränkt. Dennoch sind sie so ausdrucksstark, dass bei einer längeren Betrachtung ganz eigene Fantasien geweckt werden. Doris Egli, die Erfinderin dieser Figuren, sagt selbst: "Die fertigen Figuren, Abbilder der Menschen zur Zeit des alten und neuen Testaments, aber auch Abbilder von uns selber, sind bereit, geführt, geformt, verändert, lebendig zu werden. Wir lernen die Dramatik eines Textes in die Bildersprache zu übersetzen und können so im Arbeiten mit unseren Figuren Botschaften, Zusammenhänge und Antworten erkennen und zum Ausdruck bringen." Egli-Figuren mit Liebe zum Detail Das Evangelische Familienzentrum Holsen-Ahle und die Ev.-Luth. Philippus-Kirchengemeinde freuen sich, in Marlies Hinck eine Frau gefunden zu haben, die mit Leidenschaft und Liebe zum Detail Egli-Figuren herstellt und ausstellt. Erstmalig kennengelernt hat sie diese Figuren 1979 auf dem Ev. Kirchentag in Nürnberg. Seitdem ist sie von den Möglichkeiten, aus einem mit Sisal ummantelten Drahtgerüst viele verschiedene Persönlichkeiten zu gestalten, so fasziniert, dass sie mittlerweile in den dafür angebotenen Werkkursen 100 Figuren handgearbeitet hat. "Denn", so Hinck, "diese Figuren gibt es nicht zu kaufen, sondern können nur in Werkkursen hergestellt werden." 14 Stationen zeigen das Leben Martin Luthers Über 80 davon sind nun in 14 Stationen aus dem Leben Martin Luthers in der Lukaskirche Holsen-Ahle zu sehen. Wer die Kirche betritt, den erwartet gleich am Eingang Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora, die die Besucher willkommen heißen. Die 14 Stationen, angefangen von der Geburt über Schulzeit und Studium, der entscheidenden Wende Luthers während eines Gewitters bis hin zum Wormser Reichstag, sind vor und im Altarraum der Kirche ausgestellt. Die an jeder Station angebrachten Beschreibungen ermöglichen es dem Besucher, die dargestellten Situationen nachzuvollziehen. Ausstellung bis zum 26. November Die Initiatorin dieser Ausstellung, Annegret Niehaus-Bergmann, war sofort angetan von den Figuren, als sie diese das erste Mal sah. Im Familienzentrum, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort zu organisieren, traf sie mit ihrem Anliegen, eine Ausstellung vor Ort zu organisieren, auf eine hohe Resonanz. So haben sich etliche Erzieherinnen dazu bereit erklärt, das Leben und Wirken Luthers intensiver kennenzulernen, um auch Gruppenführungen durch die Ausstellung durchführen zu können. Die Ausstellung ist bis zum 26. November montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. Gruppen wenden sich an das Familienzentrum, Tel. (0 52 23) 69 98 60.

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