Der Fiat Brava, in dem zwei Männer leicht, einer schwer verletzt wurden. Ein Polizist sieht sich das Wrack genauer an. Der Lkw fuhr nach dem Aufprall weiter. - © GERALD DUNKEL
Der Fiat Brava, in dem zwei Männer leicht, einer schwer verletzt wurden. Ein Polizist sieht sich das Wrack genauer an. Der Lkw fuhr nach dem Aufprall weiter. | © GERALD DUNKEL

Bünde Drei Personen bei Auffahrunfall auf der A30 zum Teil schwer verletzt

A30: Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr gegen 2.15 Uhr ein Fiat mit zwei Männern und einer Frau darin auf der Autobahn auf Höhe des Autohofs Bünde auf einen Lkw auf und wurde total zerstört. Der Lkw selbst setzte seine Fahrt fort und wurde 30 Kilometer weiter gestoppt.

Gerald Dunkel

Bünde. Was zunächst nach einem Alleinunfall aussah, entpuppte sich in der Nacht an der Unfallstelle auf der A30 auf Höhe des Autohofs Bünde in Fahrtrichtung Bad Oeynhausen dann doch als ein Auffahrunfall. Zwei Männer (29, 22) und eine Frau (22) polnischer Herkunft wurden dabei verletzt, der 29-jährige Fahrer lebensgefährlich. Sie wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Gegen 2.15 Uhr hörten Lkw-Fahrer, die auf dem Gelände des Autohofs an der Osnabrücker Straße ihr Nachlager aufgeschlagen hatten, einen lauten Knall. Einer sprach von einem Funkenflug, den er auf der A30 in dem Augenblick gesehen habe. Augenzeugen auf der Autobahn selbst gab es laut Polizei nicht. Polizei und Rettungskräfte fanden einen völlig zerstörten Fiat Brava mit polnischem Kennzeichen vor. Etwa 50 Meter weiter lag ein so genannter Unterfahrschutz eines Lkw, auf den der Fiat nahezu ungebremst aufgefahren sein muss. Das Teil gehörte zu einem rumänischen Lkw, dessen 49-jähriger Fahrer davon offenbar nichts mitbekommen hatte. Er wurde auf der Autobahn 2 in Richtung Hannover von der Polizei gestoppt. Der Fahrer des Fiat war nicht ansprechbar und wurde schwerst verletzt. Er schwebt in Lebensgefahr. Von den Bünder Rettungskräften waren neben der Hauptwache noch die Klein-Einsatzfahrzeuge (KEF) vor Ort sowie die Löschgruppen Ahle und Muckum. Sie sicherten die Unfallstelle und reinigten die Fahrbahn später von Trümmerteilen und streuten sie zudem ab, um ausgelaufene Flüssigkeiten zu binden. Der Sachschaden soll etwa 2.500 Euro betragen. Der Verkehr staute sich auf dem Fahrstreifen in Richtung Bad Oeynhausen, bis die Sperrung gegen 3.45 Uhr, nachdem der Fiat von einem Bünder Abschleppunternehmen abtransportiert worden war, aufgehoben wurde.

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