Immer gut besucht und gut bestückt: Der Flohmarkt des Kinderschutzbundes im Bünder Stadtgarten findet zweimal im Jahr statt. Der nächste ist am Mittwoch, 14. Februar 2018. - © GERALD DUNKEL
Immer gut besucht und gut bestückt: Der Flohmarkt des Kinderschutzbundes im Bünder Stadtgarten findet zweimal im Jahr statt. Der nächste ist am Mittwoch, 14. Februar 2018. | © GERALD DUNKEL

Bünde Schnäppchenjagd im Stadtgarten

Flohmarkt des Kinderschutzbundes: Seit mehr als 30 Jahren ist er in den Kalendern vieler Eltern vorgemerkt. Für die Institution ist er eine wichtige Einnahmequelle

Gerald Dunkel

Bünde. Zweimal im Jahr ist das Foyer des Stadtgartens eine Einkaufsmeile für junge Eltern oder auch Großeltern, die etwas für die Enkel suchen. Am Mittwoch sorgten die Angebote von insgesamt 140 Verkäufern beim Flohmarkt des Kinderschutzbundes Bünde für ein volles Haus. Diese Großveranstaltung ist überregional bekannt und für den Bünder Kinderschutzbund Nummer 2 in der Rangfolge seiner Einnahmequellen. Er wird nur noch übertroffen von der Adventskalender-Aktion im Dezember. Vor mehr als 30 Jahren begann der Kinderschutzbund mit diesem Flohmarkt noch in seinen eigenen Räumen an der Von-Schütz-Straße. Schon nach den ersten Malen merkte man, dass der Platz dafür viel zu eng ist. Mehr Fläche bot da das Foyer des Stadtgartens. Und selbst dort war es an manchen Stellen eng, denn die Nachfrage nach Second-Hand-Kinderbekleidung und auch gebrauchten Spielsachen sowie Kindersitzen, Rollern oder auch Fahrrädern für Kinder ist groß. Socken und Strümpfe sowie Kuscheltiere und Gehfreis sind ausgenommen. Nächster Flohmarkt am 14. Februar 2018 Die Oberhand in Sachen Organisation für den großen Flohmarkt hat seit Jahren Elke Friebertshäuser. "Wir haben hier immer eine große Zahl von Helfern, sonst wäre das in dieser Größe nicht zu machen." An einem Pfeiler im Foyer hängt eine Liste mit Namen und einem Arbeitsplan, eingeteilt in die Bereiche Aufbau, Annahme von Artikeln, Verkauf, Aufräumen und Rückgabe von Artikeln. "Da kommen schnell 30 bis 40 Personen zusammen", sagt die Organisatorin, deren 24-jährige Tochter ebenfalls unterstützt und am Mittwoch an der Kasse stand. Bei dem Riesenangebot an Waren ist EDV-Unterstützung zwingend notwendig. Jeder Artikel ist mit der Nummer des Verkäufers versehen. "Maximal 40 Bekleidungsstücke kann jeder Verkäufer anbieten", sagt Elke Friebertshäuser. "Spielsachen sind in unbegrenzter Zahl möglich." Und bevor der Markt offiziell öffnet, können schwangere Frauen oder Mütter mit Kleinkindern und einer Begleitung etwas früher hinein. Versieht ein Anbieter ein Kleidungsstück mit zwei roten Kreuzen, bedeutet dies, dass das Stück als Spende in die Kleiderstube des Kinderschutzbundes übergeht, sollte es auf dem Flohmarkt nicht verkauft werden. Die Kleiderstube ist immer dienstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Gerade bei Kinderkleidung fällt auf, dass die meisten Artikel wie neu aussehen - was sie auch oft sind, wenn man mal vom Kaufdatum absieht. Oft sind sie jedenfalls ungebraucht, weil sie jahreszeitenbezogen getragen werden und die Kinder - wenn das Wetter für die Kleidung gerade richtig wäre - schon wieder herausgewachsen sind. Die Computer haben am Mittwoch eine Menge verkaufter Artikel erfasst. 70 Prozent vom Verkaufswert erhält der Anbieter, der selbst gar nicht vor Ort ist, sondern seine Verkaufswaren zuvor beim Kinderschutzbund abgibt. 30 Prozent erhält der Kinderschutzbund als Provision. Der nächste Flohmarkt des Kinderschutzbundes ist wieder im Frühjahr, am Mittwoch, 14. Februar 2018.

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