Eigentlich immer beliebt, vor allem bei Kindern und Jugendlichen: In Bünde jedoch war die Eisbahn im Steinmeisterpark, die dort im vergangenen Winter aufgebaut worden war, nicht wirklich ein Erfolg. Einen neuen Versuch, wie hier in Bielefeld, wird es vorerst nicht geben. - © Thomas Grundmann
Eigentlich immer beliebt, vor allem bei Kindern und Jugendlichen: In Bünde jedoch war die Eisbahn im Steinmeisterpark, die dort im vergangenen Winter aufgebaut worden war, nicht wirklich ein Erfolg. Einen neuen Versuch, wie hier in Bielefeld, wird es vorerst nicht geben. | © Thomas Grundmann

Bünde Pläne für Eisbahn liegen auf Eis

Rückzieher: Ein "Winter Wonderland" im Steinmeisterpark wird es dieses Jahr nicht geben. Zu möglichen Alternativen möchten weder die Stadt noch potenzielle Anbieter etwas sagen

Meiko Haselhorst

Bünde. Auf eine Eisbahn im Stile des "Winter Wonderland" müssen die Bünder in diesem Jahr allem Anschein nach verzichten. Patrik Weber - bekannt durch die "Tiki Bar" im Steinmeisterpark - hatte den Bündern im vergangenen Jahr den Spaß auf Kufen inklusive Gastronomie beschert. Eine Fortsetzung wird es aber nicht geben. Offenbar gingen Webers Vorstellungen mit denen der Stadt auseinander. "Eine offizielle Anfrage hatte ich noch gar nicht gestellt", sagt Weber im Gespräch mit der NW. Allerdings habe man ihm von Seiten der Stadt schon zeitig zu verstehen gegeben, dass die Fläche, die er im vergangenen Winter in Anspruch genommen hatte, diesmal nicht zur Verfügung stünde. "Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es um den Rasen im Steinmeisterpark, der sich bis zum Frühling wohl nicht rechtzeitig erholt", erzählt Weber. Die Stadt habe ihm aus diesem Grund angeboten, die wesentlich kleinere Boule-Fläche im Park benutzen zu können - Weber war diese allerdings zu klein. "Das ist so, als wenn ich von einem Haus in eine Wohnung ziehe - von Klein in Groß geht gut, von Groß in Klein ist eher schlecht." Nach reiflicher Überlegung habe er sich daher entschlossen, in diesem Jahr keine Eisbahn anzubieten. Webers Entscheidung ist unumkehrbar: Festzelt und Eisbahn sind nach eigener Aussage bereits wieder verkauft. Allzu rentabel - daraus hatte der Unternehmer in der Vergangenheit keinen Hehl gemacht - war die Eisbahn im Winter 2016/17 ohnehin nicht gewesen. Vor allem der Jahresbeginn 2017 war offenbar eine ziemliche Enttäuschung. Ein neuer Anlauf in der nun anstehenden Saison war seinerzeit trotzdem geplant. Daraus wird nun nichts mehr. Auf Anfrage der Neuen Westfälischen schickte die Stadt Bünde zu dem Thema folgende Stellungnahme: "Grundsätzlich ist die Stadt offen für eine Eisbahn, bietet sie doch ein abwechslungsreiches Freizeitvergnügen im Winter." Das Hauptproblem bei der Nutzung der Fläche im Steinmeisterpark, so die Mitteilung weiter, liege an der Beschaffenheit des Untergrundes - Schotter und Rasen. Durch die Nutzung im Winter werde der Boden stark beansprucht und der Rasen könne sich "bis zu den ersten Veranstaltungen im Frühjahr nicht mehr regenerieren". Eine komplette Sanierung durch eine Fachfirma wäre notwendig. "Alternativen, wie etwa der Bouleplatz daneben, sind für eine Eisbahn, wie sie Herr Weber betrieben hat, zu klein. Dazu wurden Herrn Weber Vorschläge unterbreitet, die leider an der Größe der Anlage scheiterten", heißt es in der Mitteilung. Und weiter: "Es ist angedacht, die Regenerationszeit der Parkfläche zu beachten und zukünftige Veranstaltungen der Jahreszeit anzupassen - das heißt, im Winter eine Ruhepause einzulegen." Die Stadt begrüße allerdings ausdrücklich Vorschläge von Interessenten und biete an, gemeinsam nach Lösungen für die Umsetzung zu suchen. Aktuell, so schließt das Schreiben, lägen der Stadt keine Anträge für eine Eisbahn vor. Die Bünder Eventmanagerin Nadine Alisch, die sich 2016 mit einer geplanten Eisbahn direkt am Rathaus ins Gespräch gebracht hatte, hält sich gegenüber der Neuen Westfälischen bedeckt. "Die Gespräche mit dem Stadtmarketing zum Weihnachtsmarkt stehen noch aus", so Alisch auf Anfrage dieser Zeitung. Zum Thema Eisbahn möchte sie sich nicht äußern.

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