Musikalisches Programm: Der Chor des Lebenshilfe-Wohnheims Hüffer-Heide hatte sichtlich Spaß am singen. - © Foto: Maurice Arndt
Musikalisches Programm: Der Chor des Lebenshilfe-Wohnheims Hüffer-Heide hatte sichtlich Spaß am singen. | © Foto: Maurice Arndt

Bünde 100 Jahre alt und kein bisschen leise

Jubiläum: Der Sozialverband Deutschland feiert bundesweit sein Bestehen. In Bünde gratuliert politische Prominenz aus dem Kreis Herford. Sie hoben die wichtige Arbeit hervor und hoffen, auch im kommenden Jahrhundert auf den Verband setzen zu können

Maurice Arndt

Bünde. Ein Jahrhundert auf dem Buckel und trotzdem nicht alt: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ist seiner Gründung stetig gewachsen. Mehr als eine halbe Million Mitglieder zählt der Verein, im Kreis Herford sind es mehr als 2.700. Gemeinsam feierten sie ihren Verband am Samstag in Bünde. Zum Geburtstag gab es das klassische Unterhaltungsprogramm: Hüpfburg, Tombola und kühle Eiscreme gegen die sonnigen Temperaturen. Der Kreisverband hatte ein buntes Angebot organisiert. "Wir nehmen das Jubiläum des Bundesverbandes als gute Gelegenheit für eine schöne Feier", sagte Günter Wieske, scheidender Vorsitzender. Für den Verein sei das ein Höhepunkt im Jahr. Für die musikalische Unterhaltung stand der Behindertenchor des Lebenshilfe-Wohnheims Hüffer-Heide auf der Bühne. Zudem überraschte ein Zauberer die Festbesucher mit magischen Tricks. Mit dem Besuch von Stefan Schwartze hatte keiner gerechnet Überraschung gab es auch von anderer Seite: Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze (SPD) kam zum Gratulieren, obwohl man ihn gar nicht erwartet hatte. "Schön, dass es doch geklappt hat", freute sich Kreisschatzmeister Udo Niermeier. Mutig findet Schwartze das Geburtstagskind: "Als der Verein in den Wirren des Ersten Weltkrieges geründet wurde, stand nicht nur soziales Engagement, sondern auch der Einsatz für den Frieden im Vordergrund. Zu der Zeit war so ein Verein ein mutiges Projekt." Gratuliert haben außerdem Bürgermeister Wolfgang Koch, die Landtagsabgeordnete Angela Lück (SPD) sowie der Landrat Jürgen Müller. Die wichtige Bedeutung des Sozialverbandes, der beratend für die Bürger aber auch politisch aktiv ist, hoben sie allesamt hervor. »Es ist wichtig, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen« Allen voran Stefan Schwartze: Es sei wichtig, dass Leute aus der Praxis bei den Gesetzgebungen im sozialen Bereich "immer wieder den Finger in die Wunde legen" würden. Nur so könne man eine möglichst soziale Politik machen. Auch die Landtagsabgeordnete freute sich, dass "der SoVD weiterhin bei wichtigen Themen aktiv ist - obwohl er mit 100 Jahren ein alter Zug ist". Mit Blick in die Zukunft ergänzte Lück: "Auch im nächsten Jahrhundert wird es viel zu tun geben." Besonders gewürdigt wurde die Arbeit des ehemaligen Vorsitzenden des Kreisverbandes, Günter Wieske. "Günter, du hast mir gerade in meinen ersten Monaten nach der Wahl sehr geholfen. Du hast dich aber auch nicht gescheut mir Probleme deutlich und pointiert vor Augen zu führen", sagte Landrat Müller dankend zu Wieske gewandt. Der SoVD setzt sich für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit ein Der Bürgermeister ergänzte: "Ohne Günter Wieske wäre die Geschäftsstelle des Sozialverbandes nicht in ihr neues Domizil hier in Bünde eingezogen." Der SoVD setzt sich für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit ein. Zu seinen Aufgaben zählt es, Sozialansprüche der Mitglieder gegenüber dem Staat durchzusetzen. Außerdem sieht sich der Verband in der Pflicht, soziale Missstände aufzudecken und zu verbessern.

realisiert durch evolver group