Start: Um 15 Uhr starteten einige Hundert Läufer am Samstag beim 24-Stunden Rennen in Bünde. - © Foto: Noah Wedel||
Start: Um 15 Uhr starteten einige Hundert Läufer am Samstag beim 24-Stunden Rennen in Bünde. | © Foto: Noah Wedel||

Bünde Fast 23.000 Kilometer rund um die Else

Zum vierten Mal: 1.023 Sportler nahmen in diesem Jahr beim größte Benefizlauf der Region der. Die Spenden und Erlöse der Aktion "Mit Else läuft?s" kommen der Aktion Lichtblicke zugute

Noah Wedel

Bünde. Einige Hundert Läufer machten sich nach dem obligatorischen Pistolen-Schuss von Bürgermeister Wolfgang Koch am Samstag auf den Weg. Damit gab er zusammen mit Cheerleadern und einer Trommelgruppe den Startschuss zum vierten Bünder Benefizlauf "Mit Else läuft's". Die Strecke führte die 1.023 Läufer und Walker meist über ebene, asphaltierte Strecken. Wenige Steigungen wie Treppen oder ein Anstieg zu den Brücken unterbrachen den 2,2 Kilometer langen Weg. "Wir wünschen euch viel Erfolg", schallte es aus einem vorbeifahrenden Feuerwehr-Auto bei dem strömenden Regen am Samstagnachmittag. Die nette Motivation kam bei den Läufern gut an und trotz der Nässe von oben war die Stimmung gut. Einige Zuschauer hielten mit Schirmen die Stellung neben der Strecke und motivierten die Teilnehmer ebenso wie Anwohner auf ihren Balkonen. Als sich der blaue Himmel und die Sonne am Abend und zum Endspurt in der Else spiegelten, verdichtete sich die Menschenmenge rund um die Laufstrecke. DJ Dietmar Zentner trug mit Hits aus den 90ern, Schlagern oder aktuellen Charts viel zur guten Laune bei, wie auch verschiedene Künstler auf einer Bühne und Henning Tonn als Moderator der Veranstaltung. Die Einzelläufer konnten selbst bestimmen, wann und wie viel sie sich zwischen der vorgegebenen Zeit bewegten. Dabei setzte sich Simone Durry von der TG Neuss mit 170,94 Kilometern aufs höchste Treppchen, ihr folgten Petra Bach (137,64 km) sowie Evelyn Schuler (130,98 km). Bei den Männern gewann Mike Bornschein (193,14 km), darauf folgten Thomas Wanske (181,12 km) und Andreas Amberger (172,04 km). Einige Vereine, Schulklassen oder Laufgruppen meldeten sich für einen Staffellauf an, in dem sie mit einem Stab zu verschiedenen Positionen liefen und auf diese Weise selbst bestimmten, wie weit sie liefen. Neben 24 Stunden konnte man sich auch für drei, sechs oder zwölf Stunden eintragen. Spieler des BV Stift Quernheims schafften zusammen 315,24 Kilometer, Rotary Run aus Kirchlengern 306,36 Kilometer und ein Q1-Mathe Leistungskurs des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums 301,92 Kilometer. »Solch ein 24-Stundenlauf ist in dieser Region etwas Besonderes« Auf diese Weise war alles sehr gemischt: Manche liefen ohne Ziel los, für andere war es ein Trainingslauf für den Berlin-Marathon und viele gaben ihr Bestes für den guten Zweck. Der Benefizlauf hilft der Aktion Lichtblicke und für die 10.454 Runden aller Läufer (22.998,8 Kilometer), wird reichlich gespendet. Ergänzt wird dies auch durch im Vorfeld abgeschlossene Wetten, bei dem der jeweilige Sponsor für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag spendet. Um lange durchzuhalten, konnten sich die Läufer im Versorgungszelt mit kleinen Snacks wie belegten Brötchen, Frikadellen oder Obst stärken. Die ehrenamtlichen Helfer versorgten die Sportler rund um die Uhr zudem mit warmen und kalten Getränken. Organisiert wurde dies vom Herforder Rotary Club. "Solch ein 24-Stundenlauf ist in dieser Region etwas Besonderes und es ist schön, dass wir dies alle zwei Jahre stattfinden lassen können, damit der Breitensport gefördert wird", sagte Gabriele Könemann vom Rotary-Club. Neben der Laufstrecke fanden sich auch einige Camper wieder. Mit Zelten oder Wohnwagen übernachteten einige Läufer direkt vor Ort, um bei einer Staffel im entscheidenden Moment starten zu können. Die "Munich Night Runners" machten es sich in ihrem Wohnwagen gemütlich. Nach München zurück laufen müssen sie aber nicht, das wäre nach der Leistung beim 24-Stunden Lauf wohl zu viel verlangt.

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